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Frage des Alters
Als ich heute in Steele unterwegs war, lief eine lustige Hundebesitzerin auf der anderen Straßenseite. Ein paar Kinder liefen vor ihrem Hund davon und sieh rief lachend den Kindern hinterher: “Lauft nur, sonst wird der Hund euch beißen!”
Als sie realisierte, dass die Kinder spätestens jetzt richtige Angst hatten, kam sie mit einer tollen Begründung, warum der Hund gar nicht gefährlich sein kann: “Der beißt nicht, der ist erst 13 Monate alt!”
Was soll das bedeuten? Beißen 13 Monate alte Hunde nie? Ab wann beißt er denn dann? Was ist aus “Der-tut-nichts-der-will-nur-spielen” geworden?
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Dünner gehts nimmer
Der technologische Fortschritt ist nicht mehr aufzuhalten. Diverse elektronische Helferlein übernehmen den Alltag und lösen auch die seltsamsten Probleme. So gibt es jetzt von meinem ehemaligen Arbeitgeber eine Kamera, die das Problem löst, dass man auf Fotos immer zu fett aussieht.
Diese Funktion nennt sich Slimming und die Ergebnisse wirken in meinen Augen etwas unrealistisch, aber ich wurde ja auch immer als Luftkotelett bezeichnet. Interessant ist auch, dass es auf der amerikanischen HP-Seite nicht schwierig ist über diese Funktion zu stolpern, während ich es auf der deutschen Seite bei den selben Kamera-Modellen nicht entdecken konnte.
Nebenbei steht die Funktion auf den Detail-Seiten der Kameras unter “Apply fun effects”. Was darauf hoffen lässt, dass es vielleicht doch nicht ernst gemeint. Schliesslich kommt so eine tolle Funktion nicht bei allen Motiven gleich gut an…
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Schlagzeilen
Es begab sich, dass ich vor ein paar Wochen zwei Fahrgäste vor mir sitzen hatte. Der eine laß die Bild, der andere eine richtige Tageszeitung. Der Zufall wollte es, dass ich in beiden Zeitungen einen Artikel zum gleichen Thema lesen konnte. Die seriösere Zeitung hatte folgenden Artikel im Angebot:
“Kampfhund tötet 92 Jährige”
Die Bild hingegen hatte wie gesagt dasselbe Thema, aber dort stand in etwas grösserer Schrift:
“Kampfhund beißt – Rentnerin stirbt”
Frei nach dem Motto: “Bild schreibt – Seriösität stirbt”
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Einhundert
Seit einiger Zeit gibt es jetzt schon 99 Einträge in meiner Chronik und irgendwie ist an der Zeit, endlich mal den 100. Beitrag zu verfassen. Und was eignet sich besser für ein solches Jubiläum, als ein bischen Statistik!?
Also es gibt jetzt 100 Einträge und den 1. Eintrag habe ich am 1. April 2002 verfasst. Was also als Aprilscherz begann, hielt sich bis jetzt mehr als 4 Jahre, oder fast 40 Monate. Tage, Stunden und Sekunden erspare ich mir, meinem Taschenrechner und dem gelangweilten Leser lieber…
Aus diesen Fakten folgt also, dass ich im Schnitt 2,5 Einträge pro Monat verfasse und zu meinem 68. Geburtstag den 1000. Eintrag verfasst haben werde. Sind wir mal gespannt!
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Sommer, die dunkle Jahreszeit
Vor einiger Zeit habe ich ja schon einmal berichtet, dass sich manche Gewohnheiten schwer ablegen lassen. Heute durfte ich dann aber einem anderen sehr hartnäckigen Fall beobachten.
Das ganze spielte sich in einem Treppenhaus ab, bei dem eine Seite komplett aus Glas besteht und zu der fraglichen Zeit schien die Sonne auf die gesamte Glasfront. Meine Reise ging von der 3. Etage zum Erdgeschoss und um es noch einmal zu betonen, es war schon sehr hell und definitiv zu warm.
In der 2. Etage betrat das Gewohnheitstier die Bildfläche, also das Treppenhaus, schaltete das Licht an und ging vor mir die Treppe runter. Im Erdgeschoss angekommen, schaltete es beim verlassen das Licht reflexartig wieder aus. Da ich zwischen Licht an und Licht aus bei der gerade aktuellen Witterung keinen Unterschied ausmachen konnte, machte ich mir natürlich wieder so meine Gedanken…
… ist bei der fraglichen Person der Bewegungsablauf so fest einprogrammiert, dass sie immer einen Lichtschalter benutzen muss, sobald einer in Reichweite ist?
… handelt es sich um einen Sicherheitsfanatiker, der Angst hat, die Sonne könnte sich in den 10 Sekunden im Treppenhaus verdunkeln und er stolpert über die Stufen?
… war es gar keine Gewohnheit, sondern die Person kann einfach nicht gut gucken und braucht jedes Quäntchen Licht, welches sich auftreiben lässt?
Die Antwort werde ich wohl nie bekommen, aber etwas seltsam fand ich es schon.
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Nachruf
Vor etwas mehr als einer Woche musste ich einen schweren Schlag hinnehmen. Die Bäckerei an der Ecke hatte zugemacht. Ein freundliches kleines Schild wies darauf hin, dass es jetzt für den Bäcker Zeit wäre den Ruhestand zu genießen. Und wer denkt an mich? Schliesslich gibt es kaum noch kleine Bäckereien, die dem Einerlei der Kamps- und Selbstbedienungsbäckereien etwas entgegen setzen.
Also Zeit den Verlust einiger durchaus bemerkenswerter Backwaren zu bedauern:

*Der Weckmann, den es immer nur ganz kurz um St. Martin gab. Er hatte die Arme so in die Hüften gestemmt, dass es eine Lücke zwischen Arm und Oberkörper gab. Die Künstlerin hat sogar mal ein Bild von einem gemacht:
- Die Schweineohren die mit der “falschen” Seite in Schokolade getunkt wurden. Also nicht solche Schweineohren:

- Mieken, ein Gebäck das wohl niemand kennt. Im Prinzip ein sehr lockerer Stutenteig mit Zucker oben drauf, den man in Streifen reissen kann.
- Cremetörtchen und zwar besonders die hellen mit Krokant aussen dran. Meine Mitbewohnerin hatte da eine gewisse Sucht entwickelt… 😉
- Von den vielen leckeren Brotsorten insbesondere diese: Delikatess-Kruste, Sonnenblumenkernbrot, Bauernstuten und Brötchenstuten.
Und nun? Wir haben glücklicherweise einen Häuserblock weiter noch eine kleine Bäckerei, die auch leckere Sachen wie z.B. Bobbes hat. Aber auch dort ist die Dame hinter der Theke schon etwas älter und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis man nur noch die Produktpallette von Kamps & Co. zur Auswahl hat.
- Die Schweineohren die mit der “falschen” Seite in Schokolade getunkt wurden. Also nicht solche Schweineohren:
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Spam again…
Im Mai war mein Gästebuch mit 403 Zugriffen die beliebteste Seite meines Internet-Auftritts. Das klingt schon unwahrscheinlich, wird aber im Juni mit 2348 Zugriffen noch deutlich übetroffen. Die Zahl der Besucher pro Monat auf den anderen Seiten blieb hingegen in der gleichen Größenordnung.
Wer will sich da bloss in meinem Gästebuch verewigen? Fiese kleine Spam-Skripte!
Meine erste kleine Hürde gegen diese Parasiten zwingt jeden Anwender sich wenigstens 30 Sekunden Zeit zwischen dem ersten Aufruf des Gästebuchs und dem Abschicken des Formulars nehmen. Damit konnte ich im letzten Monat ca. 99% der Angriffe abwehren. 1% sind bei über 2000 Angriffen aber immer noch über 20 unerwünschte Einträge und an sich stört mich schon jeder einzelne unerwünschte Eintrag.
Also musste eine verbesserte Lösung her: Neben der Zeitüberwachung werden jetzt nur noch Einträge akzeptiert, bei denen die im Homepage-Feld angegebene URL nicht im eigentlichen Text vorkommt. Da alle Angreifer bisher Ihre URL an beiden Stellen hinterlegt haben, bin ich mal gespannt.
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Englisch für Runaways
Letztens hat ein Kollege die wunderbare Welt des öffentlichen Personennahverkehrs entdeckt und gleich eine Englisch-Lektion mitgehört, die ich freundlicherweise veröffentlichen darf:
“Wenn Du im Train bist und no ticket, dann kost’ dat 40 Euro.”
Diesen Satz hat ein Schaffner einem Fahrgast ca. 10 Mal aufgesagt und musste dann frustriert feststellen, dass man ihn nicht verstand. Dabei weiss doch jeder, dass man mit fremdländischen Leuten einfach nur GANZ LAUT UND LANGSAM REDEN MUSS, dann verstehen sie auch Deutsch.
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40 Minuten verloren
Gegen 15:45 betrat ich das Büro meines Prüfers und wurde nach einem Gespräch, welches nach meiner internen Uhr höchstens 5 MInuten gedauert hatte kurz heraus gebeten. Meine externe Uhr zeigte aber an, das es 16:30 war. Irgendwie habe ich wohl 40 Minuten meines Lebens verpasst und in der Zeit die letzte Prüfung meines Studiums hinter mich gebracht…
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Nuztungsrichtlinien für die Infotheken
An der Uni Dortmund hat das HRZ in verschiedenen Gebäuden sogenannte Infotheken aufgestellt. Dabei handelt es sich um einfache Rechner mit Maus und Tastatur, die in ein Gehäuse eingebaut sind, damit man sie im Stehen bedienen kann. Auf den Rechnern läuft nur ein Web-Browser. Die Infotheken sind sehr praktisch und werden von vielen benutzt, aber nur die wenigsten kennen die Nutzungsrichtlinien.
Auch mir war bis vor kurzem nicht bewusst, was man beachten muss, bevor man eine Infotheke benutzen kann. Natürlich war mir klar, dass wenn jemand anders den Rechner benutzt ich warten muss, bis er fertig ist und ihn nicht einfach umboxen darf. Aber als ich letztens mithörte, wie ein aufgebrachter Student einen anderen zurechtwies, wurde mir mein Fehlverhalten der letzten Jahre bewusst…
“Man wird sich ja wohl noch mal ein Blatt Papier und einen Stift holen dürfen, oder? Sie haben doch gesehen, dass hier eine Seite fertig aufgebaut war, oder?”
Was war geschehen? Offensichtlich hatte der andere Student eine vermeintlich nicht benutzte Infotheke gesehen und kurzer Hand die Seite aufgerufen, die ihn interessierte, ohne zu beachten, dass im Browserfenster schon eine andere Seite aufgebaut war. Scheinbar war ihm (wie auch mir) nicht bewusst, dass man eine Infotheke nur benutzen darf, wenn das Brwoserfenster leer ist. Steht im Browserfenster noch die zu letzt besuchte Seite des Vorbenutzers, so ist es ja nur natürlich davon auszugehen, dass der Vorbenutzer nur mal eben weg ist und gleich bestimmt wieder kommt…
…interessant ist auch, dass es Studenten gibt, die ihre Mitstudierenden mit Sie anreden.