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Chronik des laufenden Wahnsinns

  • Da waren es nur noch drei…

    Vor etwa einem Jahr, starb die Festplatte in meinem iBook. Nach einer längeren Operation, in der ich mit wahnsinnig vielen Schrauben unterschiedlichster Ausprägung in Kontakt kam, hatte ich es geschafft eine neue Platte einzubauen. Dafür musste ich nur das gesamte Notebook auseinander nehmen.

    Ein Jahr später hat sich einiges geändert: Dank ebay habe ich jetzt ein MacBook und im Vergleich zum iBook habe ich jetzt doppelt so viele Prozessoren, die mit doppelter Taktfrequenz und doppelter Busbreite vor sich hin werkeln. Erfreulicherweise hat sich die Zahl der Schrauben beim Festplattenwechsel nicht verdoppelt. Jetzt sind nur noch drei Kreuzschlitzschrauben notwendig um die Platte aus dem Gerät zu enthnehmen. Danach folgen noch 4 Torx-Schrauben für den Einbaurahmen, die ich hier mal unter den Tisch fallen lasse. Das ganze dauert keine 5 Minuten und es gibt auch eine Anleitung.

    Und warum das ganze? War die alte Platte etwa schon wieder kaputt? Nein, es war wohl eher die Gier nach mehr Plattenplatz. Schliesslich wollte ich nach lange Jahren jetzt mal wieder ein Linux installieren und Vista natürlich auch. Aber dazu später mehr…

  • Kleine Fusion II

    Nach dem ich ja vor einiger Zeit Palm und Mobiltelefon gegen ein Nokia e61 ersetzt habe, hat das neue “Schlau-Telefon” nun auch meine Musikmaschine, einen iPod der 4. Generation, ersetzt.

    Das ganze zog sich etwas hin, da Nokia leider keine besonders gute Software schreiben kann, und es erst in der 3. Version geschafft hat einen Fehler im Musik-Player zu beheben. Der Fehler drückte sich dadurch aus, dass sich zwischen zwei Stücken der Klang deutlich verschlechterte. Erst durch kurzzeitiges verändern der Lautstärke, kam dann auch der Klang wieder. Also musste man immer wenn ein neues Lied anfing einmal kurz die Lautstärke verändern, damit der Musikgenuss nicht zu sehr leidet.

    Das Nokia es nicht so mit Software hat, zeigte sich auch beim Aktualisieren der Firmware des Telefons. Nokia bietet dafür eine Software an, damit man das ganze bequem zu Hause machen kann. Klingt gut, funktionierte aber bei mir nicht. Und so musste ich zum Nokia-Service-Point, wo man mir mitteilte, dass mein Handy eingeschickt werden müsste. Nach 1 1/2 Wochen ohne Telefon, bekam ich dann am Montag ein neues Ersatzgerät mit neuer Firmware und bin gar nicht mehr so böse, dass es eingeschickt werden musste. 🙂

    Ohne den nervigen Klang-Bug, kann ich jetzt mit dem Telefon fasst genauso bequem Musik hören, wie mit dem iPod. Das ist hauptsächlich dem Programm SyncTunes zu verdanken, mit dem sich beliebige iTunes-Wiedergabelisten und Pod-Casts auf externe Speichermedien, also mein per USB angeschlossenes Handy, synchronisieren lassen. Dazu kommt dann noch der Nokia AD-46, ein Audioadapter an den sich normale Kopfhörer mit 3,5 mm Klinkenstecker anschliessen lassen und über den man auch telefonieren kann.

    Alles zusammen ergibt für mich, dass ich anstatt Telefon, Palm und Musik-Spieler nur noch ein Gerät brauche.

  • Romantischer Stein

    Als wir auf dem Weg zur Westfalenhalle waren, setzte sich ein junger, recht angetrunkener Herr zu uns. Er brauchte wohl jemandem zum reden und erzählte uns, dass er gerade den Regisseur des Dortmunder Theaters getroffen hätte und der hätte ihm von seinem aktuellen Stück erzählt.

    In diesem Stück wird in einer Szene eine junge Frau erschossen und der Angetrunkene hat den Regisseur gefragt, ob er nicht die tödliche Kugel oder einen Stein in dieser Szene spielen könnte. Der Regisseur war leider nicht einverstanden und deshalb durften wir uns jetzt die Vision des Steins anhören.

    Der Angetrunkene sah selber ein, dass das mit der Kugel nicht klappt und hat sich deshalb für den Stein entschieden. Als Stein, so meint er, müsse man ihn doch nehmen, denn schliesslich müsse er ja nur am Rand der Bühne rumliegen. Vielleicht könnte er ja, wenn der Schuss auf die junge Frau abgegeben wurde, kurz aufspringen, die Kugel ablenken und die junge Frau so retten. “Wäre doch voll romantisch für eine Stein, oder?”, fragte er uns mit großen glasigen Augen.

    Wir nickten vorsichtig, aus Angst ihn zu sehr zu ermutigen. Aber als seine Station kam, beschloss er uns noch mit einem anderen Thema zu beglücken: “Zu Hause gehe ich jetzt erst mal ins Internet.”, eröffnete er uns und erklärte weiter, “Ich bin nämlich ein Porno-Freak.”

    Das war mehr als wir wissen wollten, erklärte aber eventuell, warum er unter seiner Jacke nichts weiter trug. Und wo er nun bei seinem Thema war, konnte er auch nicht aufhören. Er erzählte uns, das er ja Frauen mit großen Brüsten am liebsten hätte, oder reife Frauen. “Zum Beispiel die Frau dahinten.“, meinte er zu uns, “Sie weiß es nicht, aber sie wäre genau mein Typ.”

    Wir wollten uns nichts umdrehen und waren froh, als der romantische Stein, der Pornofilme mit alten Frauen mit großen Brüsten mag, ausstieg.

  • Merkseite online

    Seit einiger Zeit werkel ich nun schon an einer neuen Oberfläche für meine Webseite und jetzt möchte ich mein halbfertiges Produkt der breiten Öffentlichkeit präsentieren: merkseite.de

    jerakeen.de bleibt aber weiter bestehen und bietet dieselben Inhalte wie merkseite.de, da beide Seiten denselben organisch gewachsenen und hochoptimalen Quellcode benutzen. Natürlich sollen neben dem tollen Design auch mal neue tolle Inhalte folgen.

    Schaun wir mal. 🙂

  • Ironie … Sechs

    Es gibt junge Menschen, die haben so Ihre Schwierigkeiten mit unserem Bildungssystem und der Bildung an sich. Ein Exemplar fuhr heute mit mir in der Straßenbahn und jammerte darüber, wie unfair ihn sein Chemielehrer beim letzten Zeugnis benotet hätte:

    “Äh, da melde isch misch immer drei Mal inner Stunde. Und äh, isch sitze inner ersten Reihe. Und vor den Ferien sacht der (Lehrer) noch isch wäre einer der Besten inner ganzen Klasse. Und was gibt der Arsch mir? Eine Sechs+.”

    An dieser Stelle könnte man vielleicht Mitleid bekommen und denken, dass der Chemielehrer vielleicht etwas unfair gehandelt hat. Aber dann gab das Exemplar mit seinen Noten an:

    “Äh, is doch gar nichts, isch hatte 6 Fünfen auf ‘m letzten Zeugnis.”

    Bestandsaufnahme: 1 Sech+ und 6 Fünfen. Es ist nur eine Theorie, aber ich fürchte da hat jemand noch nicht das Konzept der Ironie verstanden und, dass man den Chemielehrer nicht immer wörtlich nehmen darf, wenn der sagt: “Du bist einer der Besten in der ganzen Klasse!”.

  • Herdentrieb

    Neulich im U-Bahnhof, stiegen eine Putzfrau mit Utensilienwagen und 4 Rentner in einen Aufzug. Es war recht eng und besonders der letzte Rentner musste sich besonders d?nn machen, damit die Türe noch zu gehen kann.

    Aber die Tür ging nicht zu. Die 5 Personen im Fahrstuhl blieben regungslos stehen. Der Fahrstuhl auch.

    Etwas später fing dann die Diskussion an, dass der letzte Rentner wohl die Tür blockiert und alle machten sich noch dünner und rückten noch enger zusammen.

    Nichts passierte. Also nahm ich mir ein Herz, ging zum Fahrstuhl und wies die Damen und Herren darauf hin, dass draußen am Fahrstuhl die “Ausser Betrieb”-Lampe leuchtete. Wer jetzt denkt, dass alle sofort den Fahrstuhl verlassen hätten, liegt falsch.

    Der letzte Renter tat nach meinem Hinweis einen Schritt zurück, sah die Warnlampe, sagte “Ah, ausser Betrieb dat scheiss Ding”, und ging zur Treppe. Die anderen verharrten aber voller Hoffnung im Fahrstuhl.

    Erst als die Putzfrau mit ihrem Utensilienwagen alle nach draußen drängte, sahen auch die letzten Treppenverweigerer ein, dass es keinen Zweck hat und eine ältere Dame zeterte: “Ich hab aber keine Lust Treppen zu steigen…”

  • Wetterkunde

    “Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.”

    Bisher kannte ich nur solche Bauern Weisheiten zum Thema Wetter und deshalb war ich sehr erfreut einige weitere Weisheiten von einem pensionierten Lokführer aufzuschnappen.

    “Gestern habe ich ganz viele Raben auf einem Feld gesehen. Das bedeutet es gibt einen strengen Winter.”

    “Die Eichen tragen so viele Eicheln und wenn die Natur viele Früchte produziert, gibt es einen strengen Winter.”

    Mir stellen sich dann ein paar Fragen:

    • Wieviele Raben braucht es pro Quadratmeter, damit es ein strenger Winter wird?
    • Muss jedes Feld mit einer bestimmten Rabendichte belegt sein, oder zählen nur bestimmte Feldtypen?
    • Woher weiß der Rabe, dass ein strenger Winter ansteht und was hilft es ihm sich vorher mit ein paar Kollegen auf einem Feld zu treffen?
    • Gibt es immer einen strengen Winter, wenn vorher optimales Wetter für Eichen war?

    Wie auch immer. Ich hab kein Auto, mag Schnee und von mir aus darf der Winter streng werden.

  • Abpusten vs. Abtrocknen

    Als ich die Tage die Umkleide des Fitnessstudios betrat, hörte ich das dröhnen eines Föns. Spontan hätte ich erwartet, jemanden zu sehen, der sich die Haare föhnt, musste aber eine etwas andere Nutzung beobachten:

    In der Umkleide stand ein Herr auf einem Bein und föhnte sich die Füße. Das sah etwas seltsam aus. Im Anschluss hat er sich noch sein Gehänge trockengeblasen und zog dann sich an.

    Nennt mich altmodisch, aber ich finde mit einem Handtuch kann man sich ziemlich effizient abtrocknen.

  • Eine Verspätung jagt die andere…

    Ok, das ich heute morgen eine halbe Stunde später zur Arbeit kam, da die S-Bahn “aus technischen Gründen” nicht schneller als 50 km/h fahren konnte, war ärgerlich aber das kann mal passieren.

    Das ich jetzt aber fast eine Stunde später zu Hausen seien werde, als ursprünglich angenommen, ist nicht mehr verständlich.

    Wie es dazu kam…

    Die Strassenbahn liefert mich um 17:00 am Hauptbahnhof ab. Dort habe ich die folgenden Möglichkeiten:

    • 17:06 – Regionalexpress und einmal Umsteigen in Essen Hbf. Zu Hause um 17:45.
    • 17:14 – S-Bahn. zu Hause um 17:50.

    Da der Regionalexpress 5 Minuten Verspätung hat, entscheide ich mich natürlich für die falsche Lösung und probiere es mit der S-Bahn. Die kommt auch fast pünktlich an und alle steigen ein. die Bahn bleibt stehen. Ein paar Minuten später steigen alle wieder aus, da die Bahn “geräumt” werden muss.

    Jetzt bleibt nur die nächste S-Bahn um 17:34 als nächste Option. Die fällt aber leider aus (Einige Fahrgäste geben ein irres Lachen von sich.). Also hoffen auf die S-Bahn um 17:54. Die Hoffnung wird von der Durchsage zerstört, die mitteilt, dass man erst mit einer anderen S-Bahn eine Station nach Dorstfeld fahren und dort umsteigen soll.

    In Dorstfeld kommt dann auch wirklich die S-Bahn an, die um 17:54 am Hbf abfahren sollte. Sie kommt mit 10 Minuten Verspätung und voll mit Leuten, die nicht so blöd waren auf die Durchsage zu hören und in Dortmund Hbf eingestiegen sind.

    Gerade komme ich in Bochum Hbf an und werde, wenn nichts weiteres dazwischen kommt, um 18:40 zu Hause sein…

  • Kleine Fusion

    Eine Ära endet! Im Conputerzeitalter dauert eine Ära natürlich nicht so lange und in meinem Fall endete vor zwei Wochen die knapp 7 jährige Ära als Palm-Benutzer.

    Begonnen hatte alles vor vielen Jahren mit einer Cebit-Sondersendung des Computer-Clubs über den ersten Newton, auch wenn das Gerät unerschwinglich weit weg war, so war das Verlangen nach einem PDA geweckt worden. Es dauerte noch ein paar Jahre, bis ich mir Ende 1999 ein IBM Workpad (bauglich zum Palm III) leisten konnte. Das Gerät hat mich schwer begeistert, aber da es immer etwas besser geht, folgten bald einige andere Palms:

    • Bis Anfang 2001 hatte ich Farbdisplays immer für sinnlos gehalten. Dann habe ich mir einen Palm IIIc gekauft und wollte fortan nur noch farbige PDAs haben. Der IIIc ist in den Besitz meiner Mitbewohnerin übergegangen und funktioniert immer noch einwandfrei.
    • Anfang 2002 wollte ich mehr Speicher und besorgte mir einen Palm m505, der mit SD-Karten erweitert werden konnte.
    • Anfang 2003 kam dann der vorerst perfekte PDA, ein Tungsten T. Dieses Gerät bot ein hochauflösendes Farbdisplay (320×320), einen Erweiterungsslot, Bluetooth und Mulitmedia-Fähigkeiten.

    Jetzt, 3 1/2 Jahre später lässt mich der Akku des Tungsten im Stich und überhaupt wäre es doch gut, wenn man anstatt eines Mobiltelefons und eines PDAs nur noch ein Gerät herum schleppen müsste. Also habe ich mir ein Nokia e61 zugelegt. Es bietet abgesehen von der Stift-Bedienung alles, was der Tungsten konnte und ist darüber hinaus ein UMTS- und WLAN-fähiges Telefon.

    Im Vergleich zum Palm ist die Bedienung leider etwas träger und das Angebot an freier Software deutlich magerer. Aber die mir wichtigsten Merkmale, wie die Unterstützung des Persönlichen Fahrplans der Bahn und eine gute Termin- und Adress-Verwaltung, die sich mit dem Mac synchronisieren lässt sind vorhanden. Daneben eignet sich Telefon perfekt dafür via UMTS/GPRS oder WLAN Emails zu holen oder im Web zu surfen. Jetzt fehlt mir nur noch eine Mobilfunk-Datenflatrate…

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