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Chronik des laufenden Wahnsinns

  • Kinderkram

    “Schnell einsteigen sonst sind wir alle tod!”

    Mit diesen Worten stieg das erste Kind einer ganzen Horde in die S-Bahn und ich fragte mich, was die Aufsichtspersonen den Kindern zum Thema S-Bahnfahren so alles erzählt haben.

    Nachdem die Gruppe dem Tod knapp entronnen war, gab es Frühstück und da jedes Kind gerne das haben wollte, was das andere Kind gerade hatte, wurde fleißig getauscht. Im Prinzip hatte nachher jedes Kind ein Stück Apfel, ein Stück Salatgurke, ein paar Salzstangen, Mäusespeck und Pfefferminzbonbons im Mund. Lecker!

    Auf die Frage ob man in der S-Bahn überhaupt essen dürfte, entgegnete ein Kind: “Na klar! Ist doch eine Ess-Bahn!”

    Natürlich fragte an jeder Station mindestens ein Kind, ob man jetzt aussteigen müßte und ein Kind fragte ganz verängstigt eine der Aufsichtspersonen: “Sagst Du uns auch Bescheid wenn, wir aussteigen müßen?”

    Also ich hätte ja gesagt: “Nein, dann werde ich Euch ja nie los!”, aber die Aufsichtsperson hatte Herz und sagte nur “Ja”.

    Dann war da noch der Junge, der sofort auf Toilette musste, als er das WC-Schild sah und nachher von seinem großen Abenteuert erzählte: “Als ich Toilette war, kam so eine Welle, die hätte fast meinen Pimmel gefressen!”

    Als ich dann an der Uni ausstieg meinte ein Mädchen: “Meine Mami arbeitet auch ander Uni, da kann man immer Playstation spielen!”

    Da werde ich mich jetzt mal auf die Suche nach dem Playstation-Pool machen. Kann ja nicht so schwer zu finden sein…

  • Experiment geglückt

    “All the work and no joy makes Jack a dull boy.”

    Also habe ich meinen Biologie-Experimentierkasten ausgepackt, ein paar Flüssigkeiten miteinander gemischt und nach dem die Feuerwehr wieder abgerückt war, habe ich dann doch lieber meine Mitbewohnerin gefragt. Und Sie hat es geschafft! Das folgende Bild soll als Beweis dafür reichen, dass ich lernen und trotzdem das Leben geniessen kann.

    Wer auch das Gefühl hat, dass er alleine nicht mehr klar kommt, findet bei den verrückten Klonen Hilfe.

  • Katze, Vogel, Fische, Kerze

    Zwei Mädchen stiegen letztens, bepackt mit Baumarktartikeln, in den Bus und unterhielten sich über die Einrichtung Ihrer ersten gemeinsame Wohnung. Irgendwann meinte die eine zu der anderen:

    Eine: “Übrigens, ich glaube nicht, dass wir uns eine Katze holen sollten, die zerkratzen nur die Tapeten.”

    Andere: “Ja, da hast Du Recht.”

    Eine: “Aber wir könnten uns ja einen Vogel oder Fische holen?”

    Andere: “Ja, oder wir holen uns von dem Geld so eine schöne große Kerze!”

    Eine :”Ja, so eine Kerze wäre toll!”

    Tja, ich hab mir früher auch mal ein tolles Stück Seife gekauft, obwohl ich eigentlich einen Hund wollte…

  • Mit Kommentar

    Ab sofort darf jeder seinen Senf zu dem Senf abgeben, den ich hier so abgebe. Aber immer schön vorsichtig, denn die neue grandiose Kommentarfunktion ist natürlich noch schwer in der Entwicklung.

  • Spam

    Das Spam per Mail etwas sehr nerviges ist, hat ja schon jeder mitbekommen. Aber Spam in Foren und Gästebüchern nervt. Lange Zeit habe ich mich in Sicherheit gewähnt, da ich ja keine Standart-Skripte einsetze, sondern hier alles selbst geschrieben habe.

    Am Dienstag musste ich leider herausfinden, dass mein Gästebuch auf dem Radar eines Spamers aufgetaucht ist und schon mehrere Spam-Einträge enthielt. Also habe ich heute abend mal etwas Zeit investiert und nach einer Lösung gesucht:

    Zunächst dachte ich es könnte reichen das Formular des Gästebuchs einfach per POST anstatt per GET zu verschicken. Wenige Minuten nach dem die neue Version online war, kam der nächste Spam-Eintrag.

    Die nächste Idee war einfach die Feldnamen im HTML-Code zu verunstalten, aber auch dieser Versuch erwies sich relativ schnell als Reinfall. Es ist wirklich bemerkenswert das jemand nur zum Spam-Versand soviel Energie investiert ein Skript zu schreiben, welches meine Gästebuchseite analysiert, die Art des Formulars beachtet, versteckte Felder mitschickt und sogar verstümmelte Feldnamen erkennen kann.

    Nun ja, die im Moment aktuelle Lösung beachtet, dass das Spam-Skript recht schnell den Eintrag abschickt und erlaubt nur Einträge bei denen zwischen dem ersten Aufruf des Gästebuchs und dem Abschicken des Eintrags mindestens 30 Sekunden vergangen sind. Mal schauen ob das funktioniert…

  • Der kleine Lokomotivführer

    Irgendwie habe ich vor ca. 8 Jahren aufgehört Computer zu spielen. Das letzte Spiel, war Monkey Island 3, welches auf mich ein wenig wie ein Aufguss der beiden Vorgänger wirkte. Aber es gibt Spiele, von denen ich regelrecht abhängig war. Eines davon erschien im Jahre 1994 und heißt Transport Tycoon Deluxe.

    Es ist eine recht komplexe Aufbausimulation, bei der man Personen, Post, Rohstoffe und Güter mit verschiedenen Transportmitteln (Bus/LKW, Bahn, Schiff oder Flugzeug) transportieren muss. Wobei sich die verfügbaren Verkehrsmittel mit der Zeit ändern. Der Schwerpunkt liegt eindeutig bei dem Schienenverkehr, der besonders vielfältige Möglichkeiten bietet. Und da in mir ja immer noch ein kleiner Modellbahner schlummert, hat mich das Spiel damals schwer in seinen Bann gezogen.

    Die Begeisterung endete damals, als ich herrausfand, dass die Zahl der Züge, die man auf einmal benutzen kann begrenzt war. Das hat irgendwie den Spaß soweit gemindert, dass ich das Spiel seit dem nicht mehr angefasst habe.

    Vor ein paar Wochen entdeckte ich per zu Fall das Projekt OpenTTD, welches einen Clone des Transport Tycoons entwickelt hat. Nicht ahnend des bevorstehenden Rückfalls, probierte ich OpenTTD sogleich aus und musste feststellen, dass die Beschränkungen von damals nicht mehr exisiteren. Abgesehen davon hat man auch einige neue Funktionen eingebaut und das Projekt wird immer noch fleissig weiter entwickelt.

    Wer gerne seine Zeit mit der Planung von Strecken und Fahrplänen verbringt, sollte sich das Spiel mal angucken, welches auf allen gängigen Plattformen läuft. Aber Vorsicht, es besteht Suchtgefahr!

  • Tiefergelegte Chronik

    Vor 4 Jahren habe ich angefangen ein wenig PHP zu lernen und als erste Übung diese Seite erstellt. Wenn ich mir heute den Quelltext angucke, würde ich am liebsten alles neu schreiben, aber dafür ist natürlich keine Zeit.

    Also habe ich gestern auf der Bahnfahrt nach Aachen mal die Dinge geflickt, die mich am meisten störten und die ich in zwei Stunden reparieren konnte:

    So zeigt die Chronik (Die jungen Leute nennen so etwas heute Blog) die Einträge seitenweise an, was bei mittlerweile 87 Einträgen eine ganz gute Idee sein sollte. Desweiteren habe ich Drop-Downlist zur Kategorieauswahl entfernt und die Kategorien ins Hauptmenü verfrachtet.

    Auch der Steckbrief musste zumindest ein wenig angepasst werden. Schliesslich bin ich jetzt schon seit 3 Jahren nicht mehr bei der Feuerwehr Ratingen, da ich ja jetzt in Essen wohne. Auch das Bild auf dieser Seite sollte mal aufgefrischt werden…

    In den nächsten 4 Jahren können die Leser dieser Seite mit einer Kommentarfunktion für die Chronik, einer Linkseite und noch einigen Dingen rechnen. Aber 4 Jahre sind ja eine lange Zeit und vielleicht sind diese Features dann schon wieder total unkewl.

  • Operation beendet, Patient lebt!

    Gestern um 21:30 Uhr, nach 2 1/2 Stunden Operation, ist mein iBook wieder mit einem Tusch aus dem künstlichen Koma aufgewacht. Einen Augenblick später hörte man ganz leise das Anlaufen der neuen Festplatte und kurz darauf ging das Display an. Die anschliessende Installation von Mac OS verlief ohne Zwischenfälle und deshalb kann ich voller Stolz vermelden, dass mein Äpfelchen wieder voll funktionsfähig ist.

    Wie konnte es dazu kommen?

    Alles began letzten Donnerstag, als ich nach Hause kam und meine Mitbewohnerin mich mit den Worten begrüßte: “Dein Notebook macht komische Geräusche.”. Die komischen Geräusche waren rythmische Zugriffsgeräusche und wohl Zeugen für einen Head-Crash.

    Ein bisschen Troubleshooting mit der iBook-Hardware-Test-CD und der Mac-OS-Installations-CD und ich konnte mir sicher sein, dass die interne Festplatte kaputt ist. Also musste der iPod als Ersatzplatte einspringen. Das war natürlich keine befriedigende Lösung, also habe ich viel telefoniert, den Mac-Stammtisch um Rat gebeten und stand schließlich vor den folgenden Möglichkeiten: Entweder EUR 50,- bis EUR 200,- für die Reperatur plus den Preis für die neue Platte ausgeben, oder selber schrauben und die Reperaturkosten sparen.

    Selber schrauben an einem Notebook? Dieser Gedanke hat mich schon etwas in Sorge versetzt. Aber im Internet gibt es viele Anleitungen zu dem Thema und mit jedem Tag wuchs die Zuversicht in meine Schraubkünste. Am Montag war dann genug Zuversicht da und ich kaufte mir einem 80 GB Platte.

    Mit einem großen Kissen als Weiche Unterlage, dem Cybertool, Uhrmacherwerkzeug, Küchenspatel, Künstlerspatel, einigen Plastikkarten und einer ausgedruckten Anleitung mit Schraubenplan ging ich ans Werk. Wirklich böse war eigentlich nur die Stelle an der der untere Teil des Plastikgehäuses entfernt werden sollte. Kommentar in der Anleitung: “Breathe deeply. Trying times are ahead, but we promise the lower case does come off.”.

    Nun ja, alles ging gut und ich habe jetzt immerhin mehr Platz im Notebook!

  • Kreative Nachspeisen

    Wenn man mal davon absieht, dass bei uns in der Mensa das Essen manchmal roh ausgestellt wird, gibt sich der Koch eigentlich richtig Mühe. Besonders bei den Nachspeisen versucht er immer mit den geringen Mitteln des Studentenwerks ware Wunder zu bewirken oder einfach nur Reste loszuwerden?

    So gibt es zum Beispiel “Joghurt mit Müsli”, was dann wirklich ein Joghurt ist, auf dem ein Stück Müsliriegel liegt. Das ganze läßt sich noch variieren. So gibt es auch Joghurt mit einem halben Duplo oder ein paar Pralinen drauf. Ein Schelm wer denkt, dass hier Produkte, die bald ablaufen, entsorgt werden.

    Gestern gab es dann mal wieder einen neuen Höhepunkt: In dem Schälchen war kein Joghurt, sondern eine ausgepackte Milchschnitte mit einem Klecks Sahne drauf!

  • Deutschland sucht den Superstar

    19:45 im Supermarkt. Ich hetze durch die Gänge um mir mein Abendbrot zu jagen, als eine rauhe Stimme den ganzen Markt efüllt.

    “Was machst Du denn so spät und so alleine hier im Supermarkt?”, sang ein älterer Herr an der Kasse. Es klang von Stimme und Melodie ein bischen nach “Im Wagen vor mir” von Henry Valentino und Uschi.

    Nach ein paar Minuten Sing-Sang schlug dann aber die Stimmung um. Der ältere Herr verriet, dass er 62 ist und von Deutschland nicht mehr viel hält. Als ihm dann auffiel, dass er vergessen hatte Schnapps zu kaufen, trat er gegen die Recycling-Boxen und machte sich wutschnaubend auf in die Spirituosen-Ecke.

    Er stürmte zwischen den beiden Kassen durch, schlug im Vorbeigehen auf die Absperrung der geschlossenen Kasse ein und sah so aus, als würde er gleich explodieren. Es dauerte einen Moment, bis er sein Gift (eine klare, farblose Flüssigkeit) gefunden hatte und dann wurde er etwas friedlicher. Wäre da nicht eine ältere fremdländische Dame mit Kopftuch gewesen, der er, beim Verlassen des Ladens, den folgenden Spruch drückte: “Nichts gegen Sie, aber wenn Sie etwas mit einem Deutschen anfangen, dann schlage ich ihnen die Fresse ein!”

    Erfreulicherweise verschwand er dann sofort und der Spuck war vorbei. Um es mit den Worten der Kassiererin zu sagen: “Als er gesungen hat, war er ja noch lustig.”

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