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Chronik des laufenden Wahnsinns

  • Handy

    Nach dem jetzt mein zweites Boschhandy den Geist aufgegeben hat, habe ich mir am letzten Freitag ein neues Handy („Alcatel One Touch 715“) gegönnt und nerve meine Umwelt mit polyphonen Klingeltönen.

  • Und dann…

    …war da noch die ältere Dame im Supermarkt, die überglücklich ein „Ah, Zwieback!“ von sich gab, zielsicher auf das Regal zusteuerte, eine Packung Waffeln zum toasten nahm und von dannen zog.

  • Lebensweisheiten

    Auf der Toilette gegenüber der Bereichsbibliothek auf der dritten Etage des EF 50 an der Uni Dortmund:

    Das Leben ist wie ein Hund,
    mal schwarz, mal weiß, mal kunterbund,
    es bellt, es beißt,
    es frisst, es scheißt,
    und ab und zu pisst es Dir ans Bein.

    Und noch ein Klassiker:

    Profis grinsen beim kacken!

  • Gekränkter Stolz

    Eben an der Bushaltstelle wurde ich von zwei Mädchen als Fünfauge bezeichnet und mein gekränkter Stolz zwingt mich nun einige Erlebnisse der darauf folgenden Busfahrt festzuhalten:

    Die Darstellerinnen stellen sich vor:

    Dumm: „In der Grundschule bin ich nie sitzen geblieben.“

    Dümmer: „Ich einmal…“

    (Kann man in der Grundschule wirklich sitzen bleiben?)

    Dumm: „Dafür bin ich in der Hauptschule zweimal sitzen geblieben und dieses Jahr werde ich wohl auch kleben bleiben.“

    Nebenbei machten die beiden gerade blau, waren auf dem Weg zu einem „Clemens“ und wollten danach zum Arzt um ihrer Lehrerin eine Entschuldigung abliefern zu können.

    Der Dialog:

    (Wir fuhren gerade an einem Sonnenstudio vorbei.)

    Dümmer: „Da müssen wir mal reingehen, da kann man für 5 € so lange drin bleiben wie man will.“

    Dumm: „Das ist aber billig!“

    Dümmer: „Das ist bestimmt so, weil jetzt Sommer ist. Von der Sonne soll man nämlich auch braun werden.“

    Irgendwie hoffe ich trotz meiner gequälzten Seele, daß die beiden nicht ganz so unterbelichtet sind, wie sie sich darstellen. Aber auf der anderen Seite trage ich seit der ersten Klasse eine Brille und wurde noch nie als Fünfauge bezeichnet…

  • Gedanken

    …zum Streik (1)

    Ich sollte streiken, oder zumindest haben die Studierenden der Uni Dortmund entschieden, daß ich das sollte. Damit liegen wir dann auch voll im Trend und dürfen

    zu den Bänker, Fluglotzen und Baurbeiter gesellen, die ja im Moment auch alle streiken. Aber die zu letzt genannten bestreiken ja ihre Arbeitgeber um mehr Geld oder sichere Arbeitsplätze. Als Student hat man niemanden, den man bestreiken könnte und man schadet sich eigentlich nur selbst. Aufmerksamkeit mit Demonstrationen und ähnlich Aktionen macht Sinn, aber zwischen so vielen Streiks, dem Wahlkampf und der Fussball WM gehen streikende Studenten in den Medien unter.

    …zu Studiengebühren

    Wenn es für die Gebühren eine Gegenleistung gibt und auch für Studienwillige aus finanzschwachem Elternhaus gesorgt ist, kann ich mit Gebühren leben. Aber wenn das Geld in die Landeskassen geht und Langzeitstudenten mehr als das zehnfache gegenüber normalen Studierenden zahlen sollen, bin ich dagegen. Leider interessiert es niemanden ob ich dagegen bin.

    …zum Streik (2)

    Die Studierenden Dortmund streiken und hier meine Highlights:

    • Vor dem Gebäude Emil-Figge-Str. 50, dem Gebäude in dem der AStA haust, gibt es Transparente, Absperrungen und gerüchteweise sogar Streikposten. Überall sonst auf dem Campus nicht.
    • Am Campus-Süd gegenüber vom Pförtner unter der Überdachung gibt es das „Streikbüro Campus Süd“, daß aus einem Banner, einer Pinwand, einem Tisch, mehreren Stapeln Flugzetteln, einigigen unmotivierten Studenten und einer kleinen Stereoanlage besteht. Bisher wurden noch keine Interessenten gesichtet, aber die Musik ist meist ganz nett.
    • „Wir füllen die S-Bahn“ – Das ist meine Lieblingsaktion, die daraus bestand, daß sich möglichst viele Studenten am letzten Dienstag um 7:34 Uhr in die S1 von Dortmund nach Düsseldorf quetschen und dort die Fahrgäste auf die Studiengebühren aufmerksam machen

    sollten. Natürlich ganz unaufdringlich.

    …zum Geld

    Wenig Geld führt bei mir immer zu vielen Gedanken, aber eigentlich hat mich nur ein Flugblatt des AStA irriert in dem die Ergebnisse einer Statistik über die Einnahmen und Ausgaben von Studenten abgedruckt waren. Angeblich brauchte der durchschnittliche Student im Jahr 2000 pro Monat rund DM 1500,- zum Leben, nimmt aber nur DM 1400,- durch Job, BAFöG, Eltern, usw. ein. Also daß ich DM 1500,- pro Monat brauchen könnte stimmt ja, aber ich kenne keinen Studenten der jemals DM 1400,- pro Monat zur Verfügung hätte!

  • Wichtig!

    Zum Steckbrief wird jetzt auch noch ein abschreckendes Foto von mir mitgeliefert

  • JavaScript Raytracer

    Ob man so etwas braucht weiss ich ja nicht, aber ich finden einen in JavaScript geschriebenen Raytracer irgendwie cool.

  • Vogelkunde

    Es begab sich in der Mensa, daß ein asiatischer Student seine deutsche Begleiterin fragte, was denn eine Pute sei. Darauf antwortete sie: „Du weißt doch was ein Hähnchen ist, oder? Eine Pute ist ein weibliches Hähnchen.“

  • Zahlenfolge

    Folgendes Rätsel hat meinen Kopf zum rauchen gebracht:

    Wie lautet die nächste Zahl in der Folge 1, 11, 21, 1211, 111221, …?

    Leider habe ich es nicht rausbekommen und musste mir die Lösung angegucken.

  • Täglicher Terror und Heldensaga

    Nichts scheint schlimmer zu sein als einen Sohn zu haben. Zumindest ein bestimmer Sohn in der Umgebung von Düsseldorf, über den sich seine Mutter in der S-Bahn bei einer anderen Frau beklagte, scheint der Teufel zu sein. O-Ton:

    • „Er duscht morgens von viertel vor sieben bis viertel nach sieben – eine HALBE Stunde – lang, so daß ich mir unter der Dusche die Zähne putzen muss.“
    • „Er trägt Hosen nur einen Tag, nimmt jeweils morgens und abends ein neues T-Shirt und beschwert sich auch noch ich würde nicht genug waschen.“
    • „Und wenn er aus der Dusche kommt geht er auf sein Zimmer und hört Musik! Musik! Das muss man sich mal vorstellen! Er hört morgens Musik!“

    Und als hätten mich diese Fakten nicht schon genug erschüttert erlangte eine Gruppe Prolls durch den folgenden Ausspruch meine Aufmerksamkeit:

    „Also ich habs ja schon immer gesagt, wenn man einen Türken verbrennt bleibt nicht anderes übrig als [unverständlich] und ein Klappmesser!“

    Dieser Auspruch kam von einem Vokuhila mit Rotzbremse und führte dazu, daß sich eine junge türkische Frau in Reichweite sichtlich unwohl fühlte. Aber der Vokuhila sollte sich noch als wahrer Held entpuppen!

    Denn er war Bodyguard! Er war schon auf Onkelz-Konzerten und hat schon so manches Messer in seinem Körper stecken gehabt. Vollkommen gebannt lauschten seine beiden Kollegen (und ich) besonders dieser Heldentat:

    Vokuhila: „Weisste noch vor zwei Jahren als Joe Cocker hier war?“

    Kollege: „Ja?“

    V.: „Da war ich auch dabei und hab mir ein Messer eingefangen, als ein Bekloppter Joe Cocker angreifen wollte!“

    K.: „Und? Habt Ihr den bekommen.“

    V.: „Klar den hab ich erwischt! Mit dem Messer in der Rippe!“

    K.: „Dann war das also keine schlimme Verletzung?“

    V.: „Von wegen! Danach war ich 6 Wochen im Krankenhaus!“

    Dann kam die Bahn in Düsseldorf HBF an und ich musste leider aussteigen…

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