Chronik ...

Selbshilfegruppe und überschewängliches Tanken

Der Flughafen in Basel ist recht klein und beschaulich. Die meisten Maschinen, die dort landen sind auch klein und rollen direkt bis zum Terminal. Also sitzt man nur wenige Meter entfernt vom Flugzeug, wartet und kann das Treiben am Flugzeug beobachten.

Am letzten Donnerstag kam wie immer die Maschine aus Düsseldorf. Alle steigen aus, der Tankwagen und der Catering-Wagen kommen. Irgendwann macht der Pilot seine Runde ums Flugzeug und bleibt auffällig lange unter Maschine hocken. Als nächstes holt er seinen Kollegen und beide bleiben immer noch verdächtig lange unter der Maschine. Das kann natürlich nichts Gutes bedeuten, aber der Überbringer schlechter Nachrichten sollte immerhin gut gekleidet sein. Also holt der Pilot noch schnell Mütze und Uniform-Jacke aus dem Flugzeug und kommt dann ins Terminal.

“Das Flugzeug verliert Kerosin”, lautet die schlechte Nachricht und es ist unklar, ob wir überhaupt noch starten. Zwar ist ein Techniker auf dem Weg, aber ob der sich mit dieser Maschine auskennt?

Soweit so schlecht. Der Techniker kommt und er und die Piloten sitzen nun gemeinsam unter der Maschine. Danach vermeldet der Pilot (dieses Mal ohne Uniform), dass man auf den Akkuschrauber wartet, damit man sich die Sache genauer angucken kann.

Etwas später kommt ein weitere Techniker mit dem Akkuschrauber und man sitzt zu viert unter der Maschine. Aber so eine Selbsthilfegruppe kann nicht gross genug sein, also kommt immer mal wieder jemand zum Stelldichein unter die Maschine. Die Feuerwehr kam als letztes, was bei austretendem Kerosin vielleicht etwas bedenklich ist.

Das Ende von der Geschichte ist aber ein Gutes. Der Pilot verkündet, dass es sich um einen Überlauf gehandelt hat und dass der Tankwagen wohl zu viel Kerosin in die Maschine gepumpt hätte. Und so kamen wir doch noch mit 2 Stunden Verspätung aus Basel weg.

... des laufenden Wahnsinns