Chronik ...

Shall We Dance

Vor einiger Zeit haben wir "Shall We Dance" gesehen, einen Tanzfilm mit Richard Gere und Jenifer Lopez. In dem Film geht es um Richard als einen Angestellten mit Frau und Tochter. Aber irgendetwas fehlt ihm in seinem Leben und so versucht er sich einer Frau zu nähern, die er immer von der Bahn aus sieht und landet schliesslich beim Tanzen.

Der Film wurde in Hollywood gut geschliffene und ist damit zwar nicht schlecht, aber etwas beliebig geworden. In der Essener Stadtbibliothek fand meine Mitbewohnerin dann letzte Woche das japanische Original. Die Geschichte ist im großen und ganzen identisch, aber trotzdem gibt es ein paar Unterschiede. So wurde am Anfang erklärt, dass es in Japan als anrüchiges gilt, Tanzen zu gehen. Alles wird etwas überzogener gezeigt und so tanzt zum Beispiel der japanische Richard am Anfang fast lächerlich unbeholfen. Trotzdem ist der Unterricht in der Tanzschule deutlich näher der Realität. Im Original gibt es natürlich keine hocherotische Tanzeinlage zwischen Richard und Jenifer. wie sie in Hollywood nicht zu vermeiden war. Die Tanzszenen sind in der japanischen Fassung sehr schön choreographiert.

Insgesamt hat mir der japanische Film besser gefallen. Die Handlung ist zwar fast identisch, aber die Charaktere wirken sympathischer als die aus Hollywood. Es ist sehr spannend zu sehen wie unterschiedlich die gleiche Geschichte in verschiedenen Ländern produziert wird. Nur kann ich bis heute nicht verstehen, warum Hollywood andauernd erfolgreiche Filme aus anderen Ländern kopiert und praktisch die gleiche Geschichte mit Hollywood-Stars bringen muss.

... des laufenden Wahnsinns