Chronik ...

Von genervten Müttern und überhitzten Kindern

Nachdem es gestern nun wirklich nichts Attraktives in der Mensa zu essen gab, machten wir uns auf den Weg zum Burger-Brater. Dort angekommen stellten wir uns an eine Schlange an und hofften schnell voran zu kommen.

Vor uns standen zwei Mütter mit je zwei Kindern. Aufgrund der Tatsache, das es 4 kleine Kinder waren und ein Spielgerät in Sichtweite war, waren die Kleinen schwer zu bändigen. Nachdem es den Müttern aber doch gelang von allen das Wunsch-Spielzeug zum Kindermenü zu erfragen (Alle entschieden sich für ein seltsames Leuchtlogo) beschleunigte die Rasselbande zum Spielgerät und war erstmal nicht mehr gesehen.

Ein paar erklärende Worte zum Spielgerät: Es handelt sich um ein buntes Kunstoff-Gebäude, welches bis auf den Ein- und Ausgang (=Rutsche) keine weiteren Öffnungen aufweist. Dafür gibt es ein paar schöne durchsichtige Plastikuppeln, die zu einem netten Treibhauseffekt führen. Und gestern war es wirklich sehr warm und sonnig!

Die Zeit verging, die Schlange wurde kürzer und die erste Muter hatte gerade ihre Bestellung aufgegeben, als die 2. Mutter hastig die Schlange verliess und zum Spielgerät stürmte. Dort angekommen lief sie ratlos hin und her und schrie auf das Spielgerät ein, bis sie schliesslich die Rutsche hochkletterte und das kleinste der vier Kinder im Arm hatte.

Der Kleine hatte sich nicht getraut zu Rutschen und konnte auch nicht zurück, da hinter ihm die anderen Kinder waren, die natürlich rutschen wollten. Also war der Kleine seit ca. 10 Minuten im Spielgerät. Anders formuliert: So ein rotes Gesicht habe ich bei einem Kind noch nie gesehen!

Alles war wieder gut und der Kleine glühte noch eine zeitlang im Arm seiner Mutter. Die war in der Zwischenzeit dabei Ihre Bestellung aufzugeben. Dabei stellte sie sich aufgrund des erhöhten Adrinalinspiegels nicht wirklich schlau an und war unter anderem verwirrt darüber, dass es zu einem Menü ausser dem Burger noch ein Getränk und Fritten gibt. Als Entschuldigung sagte sie dann zum Burger-Verkäufer:

“Entschuldigen Sie aber ich kenne mich da nicht so aus. Normalerweise esse ich gesund!”

Der Verkäufer liess sich nichts anmerken und besorgte die bestellten ungesunden Nahrungsmittel. Die Mutter nutzte die Zeit um Ihre Nase an den Hosenstall ihres hochroten Kindes zu halten. Natürlich war es abzusehen, dass die Überhitzung im Spielgerät einen Überdruck erzeugt hatte, der irgendwo abgeführt werden musste…

... des laufenden Wahnsinns