Chronik ...

Operation beendet, Patient lebt!

Gestern um 21:30 Uhr, nach 2 1/2 Stunden Operation, ist mein iBook wieder mit einem Tusch aus dem künstlichen Koma aufgewacht. Einen Augenblick später hörte man ganz leise das Anlaufen der neuen Festplatte und kurz darauf ging das Display an. Die anschliessende Installation von Mac OS verlief ohne Zwischenfälle und deshalb kann ich voller Stolz vermelden, dass mein Äpfelchen wieder voll funktionsfähig ist.

Wie konnte es dazu kommen?

Alles began letzten Donnerstag, als ich nach Hause kam und meine Mitbewohnerin mich mit den Worten begrüßte: “Dein Notebook macht komische Geräusche.”. Die komischen Geräusche waren rythmische Zugriffsgeräusche und wohl Zeugen für einen Head-Crash.

Ein bischen Troubleshooting mit der iBook-Hardware-Test-CD und der Mac-OS-Installations-CD und ich konnte mir sicher sein, dass die interne Festplatte kaputt ist. Also musste der iPod als Ersatzplatte einspringen. Das war natürlich keine befriedigende Lösung, also habe ich viel telefoniert, den Mac-Stammtisch um Rat gebeten und stand schließlich vor den folgenden Möglichkeiten: Entweder EUR 50,- bis EUR 200,- für die Reperatur plus den Preis für die neue Platte ausgeben, oder selber schrauben und die Reperaturkosten sparen.

Selber schrauben an einem Notebook? Dieser Gedanke hat mich schon etwas in Sorge versetzt. Aber im Internet gibt es viele Anleitungen zu dem Thema und mit jedem Tag wuchs die Zuversicht in meine Schraubkünste. Am Montag war dann genug Zuversicht da und ich kaufte mir einem 80 GB Platte.

Mit einem großen Kissen als Weiche Unterlage, dem Cybertool, Uhrmacherwerkzeug, Küchenspatel, Künstlerspatel, einigen Plastikkarten und einer ausgedruckten Anleitung mit Schraubenplan ging ich ans Werk. Wirklich böse war eigentlich nur die Stelle an der der untere Teil des Plastikgehäuses entfernt werden sollte. Kommentar in der Anleitung: “Breathe deeply. Trying times are ahead, but we promise the lower case does come off.”.

Nun ja, alles ging gut und ich habe jetzt immerhin mehr Platz im Notebook!

... des laufenden Wahnsinns