Chronik ...

Unterwegs im Irrenhaus

Dann solltest Du es tiefer hängen

Das habe ich heute an der Haltestelle gefunden und war von der Fußnote schwer angetan...

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Nicht zu schnell "Ja" sagen...

Zu viel Routine und man reagiert in ähnlichen Situationen immer gleich. Erscheint unter Windows ein Fenster mit irgendeiner Frage, hat man so schnell auf “Ok” gedrückt, dass man den Text gar nicht gelesen hat.

Ähnlich ist es am Flughafen an der Sicherheitskontrolle. Aufgrund diverser Kabel, Ladegräte und ähnlicher Dinge, sieht mein Rucksack beim Durchleuchten wohl besonders gefährlich aus. Also steht immer irgendwo ein Sicherheitsbeamter mit meinem Rucksack, schaut mich gelangweilt bis hoffnungsvoll an und fragt: “Darf ich mal in Ihren Rucksack gucken?”

Natürlich sage ich brav “Ja”, da jede andere Antwort meinen Abflug noch mehr gefährden würde.

Nun passiert mir dies eigentlich immer nur in Düsseldorf und eigentlich nie in Basel. Zum Flughafen in Basel sollte man noch wissen, dass er auf französischen Boden steht und dort eigentlich nur Franzosen arbeiten. Also steht letztens in Basel eine Sicherheitsbeamtin mit meinem Rucksack da und fragt irgendwas auf französisch.

Ganz selbstbewusst -mit mangelnden Französischkenntnissen aber grandioser Transferleistung- antworte ich: “Ja”.

“Das ist verboten!”, antwortet Sie sehr genervt.

“Wie verboten?”. entgegne ich sehr verwirrt. Aber die Dame ignoriert mich und fängt an meinen Rucksack zu durchsuchen.

“Was haben Sie eben gefragt?”, frage ich langsam etwas nervös werdend. Die Dame wird auch nervös und vergleicht meinen Rucksack mit dem Bild auf dem Monitor.

Des Rätsels Lösung war der Rucksack des Herrn, der vor mir durch die Kontrolle gegangen war. Er hatte nämlich zwei Flaschen Wasser und mehrere Getränkedosen dabei. Nachdem die Verwechslung geklärt war, gab es noch eine Entschuldigung von der Sicherheitsbeamtin und ich werde in Zukunft versuchen nicht mehr “Ja” sagen, wenn ich die Frage nicht verstanden habe.

Feuer und Flamme

Silvester haben wir in Basel verbracht und dabei ein fürstliches Mahl verspeist. Irgendwann meint ein Kollege, dass es doch etwas verbrannt riechen würde. Verwundert schauen wir uns um und bemerken, dass auf dem Nachbartisch die Karte mit dem Menü des Abends Feuer gefangen hat. Das Pärchen, dass an dem sitzt hat es noch nicht bemerkt, denn beide blicken ganz gebannt auf Ihr eigenes Handy. Vermutlich hat er Ihr gerade eine SMS geschrieben, dass es etwas verbannt riecht...

Selbshilfegruppe und überschewängliches Tanken

Der Flughafen in Basel ist recht klein und beschaulich. Die meisten Maschinen, die dort landen sind auch klein und rollen direkt bis zum Terminal. Also sitzt man nur wenige Meter entfernt vom Flugzeug, wartet und kann das Treiben am Flugzeug beobachten.

Am letzten Donnerstag kam wie immer die Maschine aus Düsseldorf. Alle steigen aus, der Tankwagen und der Catering-Wagen kommen. Irgendwann macht der Pilot seine Runde ums Flugzeug und bleibt auffällig lange unter Maschine hocken. Als nächstes holt er seinen Kollegen und beide bleiben immer noch verdächtig lange unter der Maschine. Das kann natürlich nichts Gutes bedeuten, aber der Überbringer schlechter Nachrichten sollte immerhin gut gekleidet sein. Also holt der Pilot noch schnell Mütze und Uniform-Jacke aus dem Flugzeug und kommt dann ins Terminal.

“Das Flugzeug verliert Kerosin”, lautet die schlechte Nachricht und es ist unklar, ob wir überhaupt noch starten. Zwar ist ein Techniker auf dem Weg, aber ob der sich mit dieser Maschine auskennt?

Soweit so schlecht. Der Techniker kommt und er und die Piloten sitzen nun gemeinsam unter der Maschine. Danach vermeldet der Pilot (dieses Mal ohne Uniform), dass man auf den Akkuschrauber wartet, damit man sich die Sache genauer angucken kann.

Etwas später kommt ein weitere Techniker mit dem Akkuschrauber und man sitzt zu viert unter der Maschine. Aber so eine Selbsthilfegruppe kann nicht gross genug sein, also kommt immer mal wieder jemand zum Stelldichein unter die Maschine. Die Feuerwehr kam als letztes, was bei austretendem Kerosin vielleicht etwas bedenklich ist.

Das Ende von der Geschichte ist aber ein Gutes. Der Pilot verkündet, dass es sich um einen Überlauf gehandelt hat und dass der Tankwagen wohl zu viel Kerosin in die Maschine gepumpt hätte. Und so kamen wir doch noch mit 2 Stunden Verspätung aus Basel weg.

Eyjafjallajökull

Bis zum 15. April 2010 haben die meisten wohl noch nie von Eyjafjallajökull gehört. An diesem Tag will ich von Wien nach Düsseldorf fliegen, was inklusive aller Warte und Fahrzeiten 4-5 Stunden dauert. Dank des Vulkans hat es 24 Stunden gedauert und es ist Zeit für den ersten Reisebericht in dieser Chronik.

Fast geschafft

Am Nachmittag des 15. April fragt mich ein Kollege, ob ich mir nicht Sorgen um meinen Heimflug machen würde, denn es hätte einen Vulkanausbruch gegeben. In Europa soll ein Vulkanausbruch verhindern, dass ich von Wien nach Düsseldorf komme? Das klang absurd, aber nachdem er nicht locker ließ, habe ich auch mal im Internet nachgeschaut. Ja, da war ein Vulkan in Island ausgebrochen und der Flugverkehr in England und Skandinavien war zum erliegen gekommen. Trotzdem kein Grund zur Panik, denn AirBerlin, Start- und Zielflughafen behaupteten, dass mit meinem Flug alles glatt laufen würde.

Also mache ich mich wie jeden Donnerstag um 18 Uhr auf den Weg zum Flughafen und sitze um 20 Uhr im Flugzeug. Und hätten wir nicht noch auf 5 Passagiere warten müssen, wären wir vielleicht sogar noch gestartet. So, warten wir aber in der Maschine auf die Nachzügler, als auf einmal eine Durchsage ankündigt, dass der Flughafen Düsseldorf geschlossen ist und wir zurück zum Gate müssen.

Informationspolitik

Im Bus zum Gate wollte ein Herr einen Mietwagen und eine Fahrgemeinschaft organisieren. Aber ich hatte noch Hoffnung, dass unsere Fluggesellschaft bestimmt einen Plan hat. Am Gate kam die Ernüchterung. Der Pilot hatte versprochen, dass es hier Informationen geben würde, aber die Mitarbeiter von AirBerlin hatten keine Ahnung und schicken uns zu Ihren Kollegen in der Schalterhalle. Dort erwartet mich eine lange Schlange, in die ich mich brav einreihte und wartete.

Es gab keine Durchsage, die irgendetwas geklärt hatte. Als Notfallplan bitte ich meine Mitbewohnerin schon mal eine Zugverbindung rauszusuchen und warte:

  • 20 Minuten: Die erste offizielle Äusserung wird in Form eines Flyers von den Wartenden durch die Schlange gereicht. Der Flyer erklärt, dass wir aufgrund einer Aschewolke fest sitzen. Des Weiteren wird eine Hotline genannt und darauf hingewiesen, dass wir gratis stornieren und umbuchen können. Alles in allem also nicht hilfreich.
  • 25 Minuten: Andere Reisende haben ein Großraumtaxi aufgetan, welches 8 Leute für € 300,- pro Person nach Düsseldorf bringen würde. Der Gedanke mit einem übermüdeten Taxifahrer 9-10 Stunden durch die Nacht zu fahren war wenig attraktiv.
  • 35 Minuten: AirBerlin-Mitarbeiter rufen den Flug nach Köln aus. Der Flug findet auch tatsächlich noch statt. Leider ist zu diesem Zeitpunkt noch zuviel Schlange zwischen mir und dem Schalter. Also keine Chance umzubuchen.
  • 40 Minuten: An den Check-In-Schaltern verliert eine Frau die Nerven und schreit eine Check-In-Frau an. Es ist aber auch etwas frustrierend, dass man in einer langen Schlang für einen Schalter mit drei Leuten wartet, während 10 Check-In-Menschen sich langweilen. Diese könnten ja mal die Schlange ablaufen und die dringlichsten Fragen klären.
  • 55 Minuten: AirBerlin realisiert meinen Vorschlag und schickt die Mitarbeiter zur Aufklärung in die Schlange. Bis sie bei mir sind dauert es noch 5 Minuten.
  • 60 Minuten: Ich erfahre, dass mein Flug (planmäßiger Abflug 20:15) nur verschoben ist und am nächsten Tag um 6:00 als erste fliegt. Mein Gepäck, dass ich noch nicht abgeholt hatte, würde wieder eingeladen und ich müsse nur bis 5:15 die Zeit totschlagen. Jetzt war es gerade 22 Uhr.

Es waren noch 15-20 Minuten Schlange vor mir, aber die Möglichkeit um 6:00 abzufliegen war attraktiv genug, so dass ich die Schlange verließ.

Eine Nacht in Absurdistan

In der Schlange hatte ich Carsten kennengelernt, der schlägt vor erst einmal im Flughafen Hotel ein Bier zu trinken und nach einem Zimmer zu fragen. Das Hotel ist natürlich ausgebucht und es sind jetzt noch 7 Stunden bis zum Boarding. Die nächsten aussichtsreichen Hotels sind so weit weg, dass man eh nur 4 Stunden Schlaf bekommen würde. Also entschliessen wir uns für eine Nacht am Flughafen.

Die Hotelbar war von den zwei angetrunkenen Reisegruppen bevölkert, die ich schon im Flugzeug gerochen hatte. Es ist wahnsinnig laut, aber das Hotelrestaurant ist schön leer und so lassen wir uns erst einmal dort nieder. Um 23 Uhr machte die Küche zu und wir begeben uns in das McCafé im Flughafen. Dort sitzen oder schlafen schon etliche Mitreisende. Jede Fläche, die nicht der Fußboden und lang genug zum Liegen ist, ist belegt. Also gibt es zunächst nur unbequeme Plätze für uns, aber gegen Mitternacht können wir zwei Sessel organisieren, in denen man zumindest dösen konnte.

Zeit die Nachbarn kennen zu lernen

Recht von uns hat sich ein Paar eine lange gepolsterte Bank geschnappt und schläft dort die gesamte Nacht Kopf an Kopf. Daneben haben sich zwei Mädchen eine Sesselburg gebaut. Die beiden sind schon seit Mittag am Flughafen, da sie keine Lust mehr hatten im Regen durch Wien zu laufen. Dummerweise haben Sie nicht versucht auf einen früheren Flug umzubuchen.

Zur Linken war etwas mehr los. Ein Geschäfstreisender sitzt die ganze Nacht vor seinem Notebook und holt sich jede Stunde zwei Dosen Bier. Ein älterer Herr sitzt mit Sonnenbrille und Kapuze regungslos in einem Sessel. Dann war da noch der Herr, der irgendwann von einem Spaziergang im Flughafen mit einem Rollstuhl zurückkommt. Damit überrascht er erst einmal seine bessere Hälfte und dreht dann ein paar Runden um unsere Gruppe.

Wirklich schlafen kann in einem McCafé-Sessel nicht. Nicht nur ist der Sessel unbequem, sondern auch das Ambiente stört den gesunden Schlaf. Alle paar Minuten piept irgendein Küchengerät, damit es vom Personal nicht vernachlässigt wird. Irgendwann hatte ich mich aber mit all dem abgefunden und döste vor mich hin, als ein neues Geräusch die Bühne betrat: “Klipp!”

Im Halbschlaf suchte ich die Quelle und sah in einer Gruppe einen Mann seine Fingernägel schneiden. In einem “Restaurant” um 2 Uhr Nachts die Nägel zu schneiden hat mich schon beeindruckt. Also Augen wieder zu und weiter dösen. Leider hört das Geräusch nicht auf und irgendwann wird klar, dass kein Mensch so viele Finger hat. Zur Bestätigung öffne ich die Augen und ja, er ist bei seinen Fußnägeln angekommen! Ein paar Minuten später folgt zum Abschluss ein neues Geräusch: Er wischt die Überreste seines Körpers von Kleidung und Sessel...

Auf der Jagd nach dem Gepäck

Gegen 4 Uhr wird der versprochene Flug nach Düsseldorf abgesagt. Jetzt ist klar, dass es keinen Sinn macht weiter am Flughafen zu warten. Da ich noch mein Gepäck holen will und Carsten keines aufgegeben hatte, trennen sich hier unsere Wege. Während er zum Bahnhof verschwindet, gehe ich in die Schalterhalle.

Um 4:45 ist die Warteschlange wieder so lang wie am Vortag. Also schnappe ich mir den nächsten unbeschäftigt aussehenden AirBerlin-Check-In-Menschen, damit er mir erklärt, wie ich an mein Gepäck komme. Und das geht in Wien wie folgt: In dem Gang, mit den Autovermietungen, gibt es eine Drehtür-Schleuse. Daneben ist ein Zettel und ein Telefon. Auf dem Zettel die Nummer für AirBerlin suchen, anrufen, sein Anliegen schildern und warten bis jemand kommt.

An der Drehtür fand ich den Zettel und zwei Nummern für AirBerlin. Diese rief ich immer im Wechsel an und lies es lange schellen. Niemand geht ran. Irgendwann kommen weitere Reisende und wir wechseln uns beim klingeln ab. Die besagte Drehtür ist eine Schleuse für die Mitarbeiter der Gepäckabteilung. Andauernd kommen Leute, legen ihren Flughafenausweis auf einen Sensor und verschwinden in der Schleuse. Leider erscheint nie ein AirBerlin-Mitarbeiter oder sonst jemand, der uns helfen kann.

Um 5:45 wird es mir zu bunt. Nachdem sich niemand am Telefon meldet und keiner auftaucht, der Ahnung hätte, schnappe ich mir meine Bordkarte vom Vortag und versuche über den Abflugbereich zu den Gepäckbändern durchzukommen. Dort ist es menschenleer und zwischen den Bändern stehen einzelne Kofferinseln. In einer die Inseln finde ich meine Tasche, schnappe sie mir und flüchte aus dem Flughafen!

Zug um Zug

Also auf zum CAT, der schnellsten aber auch teuersten Möglichkeit den Flughafen per Bahn zu verlassen. Das Ziel ist der Westbahnhof, denn laut Internet starten dort alle Fernzüge nach Deutschland. Mit meinem Gepäck kann ich dann im CAT auch endlich die Notfall-Morgen-Toilette hinter mich bringen und der Schaffner erklärt mir, wie ich umsteigen muss, damit ich den Westbahnhof erreiche.

Am Westbahnhof angekommen, erkenne ich einen Herrn, der heute schon mit mir auf das Gepäck gewartet hat. Er heisst Christoph und muss auch nach Düsseldorf. Also gehen wir zusammen zum Schalter, wo wir auf Carsten treffen. Er hatte leider keinen Schaffner gehabt, der das Umsteigen erklärt und sich prompt verfahren.

Nach nur 20 Minuten warten sind wir dann gegen 7:00 endlich dran. Die ÖBB-Mitarbeiterin schockt uns kurz, da die nächste Verbindung, die nicht ausgebucht ist, erst um 12:40 losfahren würde. Sie gibt uns aber vorsorglich Fahrscheine mit denen wir jeden Zug nutzen können, macht uns aber wenig Hoffnung: “Es wird so voll sein, dass man Sie nicht in den Zug lässt”, mahnt Sie uns.

Der nächste Zug geht um 8:40 und da wir Hunger haben und mitten in der Stadt sind, suchen wir ein Kaffeehaus. Wir werden recht schnell fündig und das Lokal ist wirklich beeindruckend. Die Kellner laufen mit Fliege rum, der Raum ist mindestens 5 m hoch und seit Kaisers Zeiten nicht mehr renoviert worden. Alles in allem ein sehr schöner Ort, an dem man für kleines Geld auch gut frühstücken kann.



Nach einem “kleinen Frühstück” breche ich mit gefülltem Magen auf, um den Zug zu erwischen. Meine Mitstreiter haben sich leider abschrecken lassen und glauben nicht, dass man noch einen Platz bekommt. Sie wollen es erst um 10:40 probieren. Aber ich will so schnell wie möglich weg und so heisst es Abschied nehmen.

Der Zug ist voll, aber ich bekomme einen Platz, der erst ab Regensburg reserviert ist. Vor mir liegen 7 Stunden Zugfahrt nach Frankfurt, 10 Minuten nach Frankfurt Flughafen, 1 Stunde nach Köln und 1 Stunde nach Essen. Die Zugfahrt ist ereignislos. Aber seit dem Frühstück im Kaffehaus, ist das Glück auf meiner Seite: In Regensburg erscheint kein Fahrgast, der meinen Platz haben möchte. Auch in den anderen beiden Zügen, mit denen ich etwas länger fahre, bekomme ich immer einen Sitzplatz.

Um 18 Uhr komme ich in Essen an, esse noch eine leckere Lasagne und falle für 12 Stunden in Koma.

Aber bitte nicht hier...

Es begab sich gestern am Flughafen. Genauer im Fahrstuhl, in dem ich mit einem Kollegen und zwei Fremden fuhr. Wir hatten vergessen den Knopf für unsere Etage zu drücken und als ich dies nachholte meinte mein Kollege zu den anderen beiden:

“Entschuldigen Sie, dass wir sie ausbremsen.”

Worauf der eine Fremde antwortete: “Kein Problem, wir sterben eh früher oder später.”

“Aber bitte nicht hier!”, entgegnete der andere Fremde und ich bin immer noch sprachlos, wie absurd das Leben manchmal ist.

Kindermund tut Wahrheit kund

Unterwegs auf der S-Bahnlinie S6 fuhr gestern der kleine Oliver mit seiner Mutter. Da gab es den einen oder anderen schönen Ausspruch:

1. Im Düsseldorfer Hbf steht neben uns ein ICE und Oliver meint: "Cooler Zug. Warum fahren wir nicht mit so einem Zug? Die S6 ist voll der Looser-Zug!"

2. irgendwann öffnet Olli den Mülleimer: "Oh cool, Müllermilch!"

3. Und dann putzte er sich die Nase und verkündete: "Ich hab mehr in der Nase als mein Gehirn groß ist.",  was auch gleich genauer begründet wurde, denn "die Popel von der Nase verkleben sich am Gehirn." Als seine Mutter meinte, er solle sich die Nase gründlicher putzen, kam kurz danach ein: "Aua, dass macht mir Kopfschmerzen!"

Zum Abschluss half die Mutter noch mit Ollis Rotzfahne im Fenster einzuklemmen, damit sie lustig im Wind flattert.

Nachts im Hotel

Das Hotel in dem derzeit häufiger verweile ist recht modern. Jeder Gast bekommt eine Schlüsselkarte, die am Empfang kodiert wird und die dann den Zugang zum eigenen Zimmer und anderen Örtlichkeiten regelt. Letztens war das dahinter liegende Computer-System ausgefallen. Das hatte den angehmen Vorteil, dass die Mitarbeiter am Empfang die Schlüsselkarte für mein Zimmer schon vorbereitet hatten und der Check-In sehr schnell von statten ging.

Aber natürlich gab es auch einen Haken.

Denn als ich die Tür zu "meinem" Zimmer öffnete saß dort ein spärlich bekleideter Herr vor seinem Notebook. In meiner Verdutzung sagte ich nur "Entschuldigung" und er entgegnet ein trockenes "Kein Problem". Damit war das Notfallprotokoll für solche Situation erfüllt, ich schloss die Tür und ging wieder zum Empfang. Dort stellte sich dann heraus, dass wohl irgendwer das Zimmer schon vergeben, aber nicht von der Liste gestrichen hatte. Bei meinem neuen Zimmer bat ich, dieses Detail bitte nicht noch einmal zu übersehen.

Das örtliche Regelwerk

Kaum schreibt man darüber und schon stolpert man über was Passendes:

Regelwerk

(Am Tipfehler erkennt man das Original)

Aus dem Örtchen

Nicht nur der öffentliche Nahverkehr, sondern auch die intimen öffentlichen Örtchen bieten einiges Beobachtenswertes.

Klopapierlogistik

Ein schönes Beispiel zum Thema Outsourcing bot einer meiner ehemaligen Arbeitgeber. Anfangs war dort das Reinigungspersonal direkt angestellt, bis irgendwann entschieden wurde, dass eine externe Firma das besser günstiger kann. Aus Anwendersicht, hat das auch keine Nachteile gebracht, aber es führte auch zur Planwirtschaft. Denn jedes Mal, wenn das Reinigungspersonal die Örtchen reinigte, brachte es immer die gleiche Zahl Klopapierrollen mit. Leider erfüllte unsere Etage nicht das Soll und so sammelten sich immer mehr Rollen an. Zu Beginn wurden die Rollen oben auf den Trennwänden untergebracht. Als die voll waren, wurde kurzerhand noch ein Regal montiert. Erst als auch das gefüllt war, wurde die Rollenquote gesenkt. Aber natürlich ist es schwierig, die optimale Zahl zu finden. Also sank die Zahl der Rollen wieder und irgendwann waren alle Vorräte wieder aufgebraucht...

Hygiene

Bei einem anderen Arbeitgeber wurde das Klo ordentlich gepimpt. Es begann ganz harmlos mit ein paar Duftspendern. Irgendwann tauchten dann Streichhölzer in den Kabinen auf. Aber die waren nicht zum Rauchen, sondern zum übertünchen unangenehmer Ausdünstungen. Etwas später folgte Desinfektionsmittel und spätestens da hätte MacGyver alles beisammen gehabt, um den Laden in die Lust zu jagen...

Kultur

Zum Abschluss seien noch die Toilettenanlagen an Universitäten erwähnt. Hier finden sich immer großartige Spuren der deutschen Klokultur, in der Form von Sprüchen und Piktogrammen. Mein Favorit fand sich im Fachbereich englische Linguistik an der Uni Dortmund: „Profis grinsen beim Kacken!“

Unterwegs im Flugzeug

Nachdem ich die letzten 18 Jahre fast täglich mit dem ÖPNV unterwegs war, wurde die Kategorie "Unterwegs im Irrenhaus" geboren. Mittlerweile darf ich aber auch zweimal die Woche mit dem Flugzeug reisen, was ganz neue Erfahrungen mit sich bringt. Deshalb hier eine kurze Einfühung:

Ansagen

Wärend in Bus und Bahn die Ansagen immer öfter vom Band kommen, spricht im Flugzeug gleich die ganze Besatzung. Es beginnt mit Ansagen der Flugbegleiter, die einen willkommen heißen und erklären wie man das Handgepäck verstaut. Auch noch am Boden stellt sich der Kapitän vor und verkündet, dass heute der 1. Offizier fliegt. Kapitäne können wohl nicht fliegen. In der Luft stellt sich eine der Flugbegleiterinnen als die "verantwortliche Flugbegleiterin" vor, stellt die anderen vor und kündigt die Essensausgabe und das "Unterhaltungsprogramm" an. Irgendwann zwischendurch meldet sich der 1. Offizier, der nicht nur fliegen, sondern auch die Wettervorhersage für den Zielort vorlesen kann. Und am Ende verabschiedet sich dann noch einmal die "verantwortliche Flugbegleiterin" und die letzten zwei Worte gebühren dem 1.Offizier: „Parking Position“.

Das einzige, was fast immer vom Band kommt sind die Sicherheitshinweise. Dieser "Sicherheits-Thriller" kommt nicht an eine Live-Vorführung durch das Kabinenpersonal heran, da man sich schnell an den computer-animierten Barbie- und Ken-Figuren satt gesehen hat. Immerhin handelt es sich um ein historisches Stück Filmkunst, da die dort gezeigten elektronischen Geräte -die man ja immer brav ausschalten soll- mindestens 10 Jahre alt sind.

Mitreisende

Im öffentlichen Nahverkehr kann man schon so manchen Sonderling beobachten, und auch der Flugverkehr steht dem in nichts nach. Es beginnt vor dem Flug mit Männerreisegruppen, die sich mit albernen Hüten und T-Shirts uniformieren und um 5 Uhr morgens Bier in der Wartehalle trinken. Diese Grüppchen verschwinden meist, wenn ein Flug nach Mallorca oder Ibiza aufgerufen wird und ich habe immer ein bisschen Mitleid mit dem Flugpersonal auf diesen Routen.

Im Flieger kann man grob zwischen Profi- und Amateurfliegern unterscheiden. Profis sind die Geschäftsleute, die mindestens einmal die Woche fliegen. Sie sitzen stehts vorne, am Gang, sind wichtig und haben es eilig. Sie telefonieren schon mal gerne bis zur letzten Sekunde und schalten Ihr Mobiltelefon als Erste wieder an. Um Zeit zu sparen, geben Sie ihr Gepäck nicht auf, sondern erscheinen mit kleinen Trolleys im Flieger, für die die Flugbegleiter dann Stauräume finden müssen. Amateure fallen weniger auf.

Sicherheit

Sicherheit wird beim Fliegen ganz groß geschrieben. Natürlich darf man keinerlei Flüssigkeiten, Waffen oder ähnliches mitnehmen. Bei Sportschlägern, hat aber jedes Land seine eigene Auslegung. In Deutschland darf man einen Badmintonschläger mit an Bord nehmen, während es in Österreich verboten ist. Um auch nichts Verbotenes an Bord schmuggeln zu können, wird des Handgepäck und man selber schön durchleuchtet und abgetastet. Wenn es besonders gut läuft bekommt das Notebook einen Abstrich, wobei ein Teststreifen über das Gerät gestrichen wird. Mit diesem Streifen verschwindet der Sicherheitsbeamte dann in einem Kabuff und vermeldet kurze Zeit später, dass alles in Ordnung sei.

Der Gnocchi-Vorfall

Im Supermarkt an der Kasse zu warten, ist meist langweilig. Wenn aber hinter einem zwei Damen ein Fachgespräch über Supermärkte führen, wird es spannend. Die beiden liessen sich in aller Tiefe über die verschiedenen Ketten aus und mir blieb insbesondere der “Gnocchi-Vorfall” in guter Erinnerung:

“Habe ich Dir eigentlich schon von dem Gnocchi-Vorfall erzählt?”, fragt die eine Dame.

“Nein, was ist denn passiert?”, erwidert die andere.

“Als ich letztens in Düsseldorf war, habe ich mir beim Aldi Gnocchi gekauft. Und Du weisst ja, dass Sie in Düsseldorf einen anderen Aldi haben. Also den Aldi Süd. Und die Gnocchi vom Süd schmecken viel besser als die aus unserem Aldi. Die Gnocchi bei uns schmecken immer so nach Kartoffeln...”, sprach die eine Dame und hielt kurz inne und redete dann mehr zu sich selbst, “...eigentlich sollten Gnocchi ja nach Kartoffeln schmecken...”

Noch ein kleiner Moment der Verwirrung, bis sie sich wieder gefangen hatte und unbeirrt weiter redete: “...wie auch immer. Die Gnocchi im Süd schmecken viel besser. Da habe ich mir dann so eine richtig schleimige Tomaten-Mozzarella-Sauce zu gemacht. Sehr lecker!”

Ist schon doof, wenn die italienischen Kartoffelnocken nach Kartoffeln schmecken...

Presse vs. Freiheit

http://www.youtube.com/watch?v=MHpqAgO5X2I

Make it Spar!

Gestern hat mich der Burger-Brater hinters Licht geführt: Ahnungslos bestelle ich ein Whopper-Menü mit Bacon, Kartoffelecken und Cola. Zu meiner Überraschung kostet der Spaß mittlerweile über € 6,-. Da ich schon länger nicht mehr in dem Restaurant gespeist hatte, bin ich erst einmal von einer Preiserhöhung ausgegangen. Umso größer dann mein Erstaunen als ich irgendwo den Hinweis „Sparmenü“ hinter der Theke erspähe und realisiere, dass jetzt alle Menüs automatisch „Maxi“ sind.

Aus „Make it maxi!“ ist jetzt also „Make it Spar!“ geworden und man muss halt aufmerksamer sein, wenn man sein Mittagessen bestellt.

Zuckerbrot und Peitsche

Wer häufig mit der Bahn fährt kennt von der Bahn eigentlich nur die Peitsche. Damit ich darauf anspielen möchte, dass viele Züge oft verspätet kommen. Das Problem hat sich für mich deutlich verschlechtert, da die Regionalexpresse von Essen nach Dortmund deutlich häufiger Verspätungen haben als die Linie S1, mit der ich früher gefahren bin. Hinzu kommt noch, dass Herbst ist und es für die Bahn jedes Jahr überraschend zu sein scheint, dass dann feuchtes Laub auf den Schienen liegt.

Wenn die Peitsche besonders hart zuschlägt, also der Regionalexpress eine sehr hohe Verspätung hat oder gar ausfällt, dann rückt die Bahn auch das Zuckerbrot heraus: Dann darf man nämlich zuschlagsfrei mit einem IC oder ICE fahren. Das ist mal eine willkommene Abwechslung für alle Pendler, die dann mal den Komfort eines Fernzuges bewundern dürfen. Auch die privilegierten Fernreisenden schauen immer ganz erfreut, wenn Ihr Zug von der Nahverkehrsunterschicht gestürmt wird.

Heute war es mal wieder soweit. In Dortmund war ein Regionalexpress hoch verspätet und eine Durchsage am Bahnsteig verkündigt, dass ein ICE für den Nahverlehr freigegeben wäre. Also ging ich schnellen Schrittes zum entsprechenden Bahnsteig. Aber kaum hatte ich mich in einen der geräumigen und bequemen ICE-Sitzplätze gekuschelt, gab es eine weitere Durchsage im Zug: „Dieser Zug ist nicht für den Nahverkehr freigegeben.“ Daraufhin stiegen viele traurige Gesichter aus und quetschten sich auf die engen und unbequemen Sitze eines verspäteten Regionalexpresses.

100% seriös!!!

Sie wohnen seit 10 Jahren an der Autobahn ...

... haben Sie irgendwelche Probleme?

Schöne Autobahn

Gefunden auf der Gönterstraße in Essen.

Cocktail-Party-Problem

Gerade sitze ich in der Bahn und lausche angenehmer Musik, da erhebt eine Dame ihre Stimme:

"Entschuldigen Sie!", sagt sie zu zwei fremdländischen Bahnfahrern. "Darf ich Sie fragen, ob Sie einer Beschäftigung nachgehen? Oder vielleicht gehen Sie zur Schule oder besuchen die Fachholschule."

"Warum?", entgegnet einer der Angesprochenen.

"ich meine ja nur, dass Sie sich gerade auf türkisch unterhalten haben und da fällt es mir schwer mich auf deutsch zu unterhalten.", sagt sie, die offensichtlich alleine fährt.

Wie sich die Dame danach recht fremdenfeindlich äussert und Ihre Argumentation gegen die Wand fährt, will ich nicht publizieren. Schließlich hat sie schon eine Falschaussage gemacht: Es ist nämlich einfacher sich ungestört auf deutsch zu unterhalten, wenn die anderen Gespräche im Raum in einer fremdem Sprache geführt werden.

Das ganze wurde mir an der Uni als Cocktail-Party-Effekt vorgestellt, als ich etwas über UMTS, CDMA und orthogonale Codes gelernt habe. Einfach gesagt funken bei UMTS alle Endgeräte zur gleichen Zeit auf der gleichen Frequenz. Aber jeder Teilnehmer unterhält sich in seinem eigenen Code, also seiner eigenen Sprache, mit der Basisstation.

Das ist dann wie auf einer Cocktail-Party: In einem Raum halten sich mehrere Personen auf und führen Gespräche. Wenn sich zwei Personen in einer Sprache A unterhalten und der Rest in einer Sprache B, dann fällt es diesen beiden leichter Ihrer eigenen Unterhaltung zu folgen. Empfängt einer der beiden A sprechenden einen Gesprächsfetzen der Sprache B, dann kann sein Gehirn diesen Fetzen leichter aussortieren, da die Sprache nicht paßt. Das klappt auch, wenn einer der beiden auch die Sprache B versteht. Da er ja bewußt dem in Sprache A geführten Gespräch folgt, bevorzugt auch sein Gehirn diese Sprache.

Natürlich müssen noch ein paar Bedingungen gelten: Zunächst darf keine Person im Raum so laut reden, dass sie alle anderen übertönt. Des weiteren dürfen sich die Sprachen A und B nicht zu sehr ähneln. Bei UMTS werden diese Probleme dadurch gelöst, dass die Telefone und die Basisstation ihre Sendeleistung sehr genau abstimmen und das sich die Codes sehr stark unterscheiden (orthogonal zueinander stehen).

So etwas fällt einem wieder ein, wenn eine Frau in der Bahn rumpöbelt...


Unseriöse Werbung

Vor ein paar Jahren räkelte sich bei "Blohm+Voss" in Hamburg eine attraktive Blondine namens Alice. Als Mitglied der Zielgruppe dieser Werbekampagne habe ich auch irgendwann mal rausgefunden, dass hier ein DSL-Anschluss beworben wird. Natürlich zielt diese Werbung auf niederen Instinkte in der Zielgruppe, aber mir wurde erst vor einigen Tagen bewusst, wie weit unten die Instinkte angesprochen werden.

Bei einem Elektronik-Discounter in Essen haben die verschiedenen Anbieter der Kommunikationsbranche kleine Stände im Eingangsbereich und versuchen dort neue Kundschaft zu angeln. Die Blondine ist natürlich auch dabei, aber da sie ja nicht überall auf einmal sein kann, wird sie von einem Herrn vertreten. Dieser Herr geht aber schon voll zur Sache und letztens schnappte ich folgendem Satz auf, als er einen Kunden von der Blondine überzeugen wollte:

"Da können Sie dann so richtig die Sau rauslassen!"

Die arme Alice...

Heimatkunde

Am Dienstag unterhalten sich zwei Studentinnen über den Streik bei der Bahn. Sie sind etwas aufgebracht, dass in NRW heute nicht gestreikt wird, da sie dann doch zur Uni zu Ihrer Vorlesung müssen: "Du glaubst doch nicht im ernst, dass ich zur Uni fahre, wenn ich eine gute Ausrede (Streik) habe."

Dann überlegen Sie, wer denn heute eventuell nicht zur Vorlesung kommen muss:

"Es wird ja nur in NRW nicht gestreikt", sagt die eine.

"Wenn also jemand nicht aus NRW kommt, also zum Beispiel aus Münster," erwidert die andere, "dann braucht er heute nicht zu kommen."

Geschwister und Teilen

Gestern durfte ich mit einem Geschwisterpärchen zusammen in der Bahn fahren. Die beiden Mädchen waren um die 6 Jahre alt und gehörten zu drei ökologisch angehauchten Frauen, von denen eine die Mutter darstellte.

Nachdem man mir mal erklärt hat, dass Einzelkinder nicht teilen könnten und ich dummerweise ein Einzelkind bin, habe ich die Kinder gespannt beim Teilen beobachtet:

1. Akt: Der Sitzplatz

Wenn sich 3 Erwachsene und 2 Kinder auf 4 Sitzplätze verteilen müssen, wird es eng. Und so kam es das ein Kind saß (K1) und eines nicht (K2). K2 hüpfte rum und machte faxen, was dazu führte, dass K1 in Tränen ausbrach weil es nicht auf stehen durfte.

Die Frauen griffen ein, und namen K1 auf den Schoß und befahlen K2 sich auf den freien Platz zu setzen. K1 wollte aber nicht auf dem Schoß, sondern wie K2 auf dem Sitz sitzen. Also weinte es wieder.

2. Akt: Trinken

Nachdem endlich beide Kinder auf einem Sitz saßen, bekam K1 etwas zu trinken um die Tränendrüsen nachzufüllen. Da K2 auch trinken wollte und es nur eine Flasche gab, fing es natürlich an zu weinen. Also bekam K2 die Flasch, was umgehend zu Tränen bei K1 führte. Also wieder zu K1 mit der Flasche, damit K2 plärren kann.

Das ganze ging 5 Mal hin und her, bis beide endlich keinen Durst mehr hatten.

3. Akt: Das Püpchen

Was mit einer Flasche funktioniert, geht so ähnlich auch mit einem Püppchen. 4 mal Weinen, 4 mal wechselt die Puppe ihre kleine Besitzerin.

Dann geschah ein Wunder! Nach 5 Minuten wechselseitigem Plärren, war es auch den Ökotanten zuviel und die Mutter versuchte es mit etwas autoritärer Erziehung, in dem sie das gerade weinende Kind (K2) auffordenten endlich aufzuhören und mit etwas anderem zu spielen.

4. Akt: Gewalt

Die plötzliche autoritäre Stimmlage erzeugte noch mehr Tränen bei K2 und die Mutter ging wieder zu ihrer alten Strategie über, in dem sie die Puppe von K1 zu K2 beförderten. K2 hörte auf zu weinen und bedankte sich bei K1 mit einem Fußtritt. Das da natürlich K1 wieder los plärrte, erklärt sich von selbst.

5. Akt: Routine

Das Püppchen wurde im Laufe der Bahnfahrt gegen einige andere Spielzeuge ausgetauscht, aber das Grundprinzip blieb erhalten:

1. Jeweils ein Kind weint, weil das andere etwas hat, was es nur einmal gibt.
2. Die Mutter gibt den gerade aktuellen Gegenstand an das gerade weinende Kind.

Dazwischen gab es noch ein paar Tritte und Schläge.

Abgesehen davon, dass die Mutter den jeweils begehrten Gegenstand vom nicht-weinenden zum weinenden Kind weitergab, ignorierten die 3 Erwachsenen die Kinder und unterhielten sich angeregt.

Fazit: Vielleicht ist es doch gut, dass mir ein Geschwisterlein erspart wurde...

Mit Bacon?

Die Tage war ich endlich mal wieder beim Burger-Brater. Und wer zum Burger-Brater geht um dort etwas zu essen, der wird mit vielen Fragen konfrontiert:

* Käse?
* Bacon?
* Maxi?
* Cola?
* Ketchup?
* Mitnehmen?

Gestern hatten zwei Glatzen viel Spaß mit der Frage "Bacon?", die sie irgendwie mit der Cola in Verbindung brachten:

Burger-Verkäufer: "Bacon?"

Glatze-1: "Zur Cola?"

Glatze-2: "Ist ja widerlich."

Glatze-1: "Ach, wenn man sich dran gewöhnt hat."

Na dann mal Prost! Cola mit Schinkengeschmack wäre ja mal was Neues. Erwähnenswert ist auch, dass der Burger-Verkäufer sein Touchscreen mit solcher Wucht bediente, dass die ganze Kasse wackelte.

Schmalhirn erklärt Widescreen

Als ich mir die Tage mal die Auswahl an TFT-Monitoren bei einem Elektronik-Discounter anschaute, durfte ich folgendes Beratungsgespräch belauschen.

Ein Mann schaute sich mit seiner Tochter ebenfalls die Monitore an. Töchterlein wollte so einen hübschen breiten Monitor haben und Papa geht zu einem Verkäufer:

"Kann den Windows XP mit dem breiten Monitor umgehen?", fragte er den Verkäufer.

"Nur wenn Sie Filme schauen, bei Word und allen anderen Programmen bleiben links und rechts schwarze Balken.", lautet die prompte Antwort. Und um es noch einmal klar zu machen setzt er noch nach: "So ein Monitor macht mit Windows XP keinen Sinn, das nutzt den Schirm nicht aus."

Der Vater will der Tochter zu liebe wohl nicht aufgeben und fragt: "Aber mit Windows Vista geht es dann, oder?"

"Ja", antwortet der Verkäufer, "Vista hat dann diesen Balken mit der Uhr an der Seite und nutzt den Schirm damit aus!"

Das war der Punkt an dem ich die Hände über dem Kopf zusammenschlug und kopschüttelnd aus dem Laden rannte. Vermutlich hätte ich mich einmischen und erwähnen sollen, dass es vielleicht an der Grafikkarte und deren Treibern liegen könnte, aber ich hatte keinen Nerv mich nicht mit dem Verkaufspersonal anzulegen.

Die schönste Aussage war ja die am Anfang: Bei Filmen kann XP den breiten Monitor ausnutzen, aber nicht mit Word...

Bewusstloser Quizmaster

Gerade las jemand in der Bahn die Fragen eines Quizspiels und die möglichen Antworten vor und versuchte sich dann mit der Lösung. Hier kommt mein Favorit:

"Wo sitzt das Bewusstsein? Gehirn, Bauch oder Herz?", las der Quizmaster laut vor.

Nach kurzem Grübeln kam die Antwort: "Das Bewusstsein sitzt doch im Bauch, oder?"

Dann schaute er sich die Lösung an und sagte ganz erstaunt: "Im Gehirn?! Ach stimmt ja, im Bauch sind ja die Gefühle!"

Daneben hat er auch nicht gewusst, dass es "Tim Taler" war, der sein Lachen verkauft hat. Der Quizmaster entschied sich bei dieser Frage für die Lösung "Knut".

Romantischer Stein

Als wir auf dem Weg zur Westfalenhalle waren, setzte sich ein junger, recht angetrunkener Herr zu uns. Er brauchte wohl jemandem zum reden und erzählte uns, dass er gerade den Regisseur des Dortmunder Theaters getroffen hätte und der hätte ihm von seinem aktuellen Stück erzählt.

In diesem Stück wird in einer Szene eine junge Frau erschossen und der Angetrunkene hat den Regisseur gefragt, ob er nicht die tödliche Kugel oder einen Stein in dieser Szene spielen könnte. Der Regisseur war leider nicht einverstanden und deshalb durften wir uns jetzt die Vision des Steins anhören.

Der Angetrunkene sah selber ein, dass das mit der Kugel nicht klappt und hat sich deshalb für den Stein entschieden. Als Stein, so meint er, müsse man ihn doch nehmen, denn schliesslich müsse er ja nur am Rand der Bühne rumliegen. Vielleicht könnte er ja, wenn der Schuss auf die junge Frau abgegeben wurde, kurz aufspringen, die Kugel ablenken und die junge Frau so retten. “Wäre doch voll romantisch für eine Stein, oder?”, fragte er uns mit großen glasigen Augen.

Wir nickten vorsichtig, aus Angst ihn zu sehr zu ermutigen. Aber als seine Station kam, beschloss er uns noch mit einem anderen Thema zu beglücken: “Zu Hause gehe ich jetzt erst mal ins Internet.”, eröffnete er uns und erklärte weiter, “Ich bin nämlich ein Porno-Freak.”

Das war mehr als wir wissen wollten, erklärte aber eventuell, warum er unter seiner Jacke nichts weiter trug. Und wo er nun bei seinem Thema war, konnte er auch nicht aufhören. Er erzählte uns, das er ja Frauen mit großen Brüsten am liebsten hätte, oder reife Frauen. “Zum Beispiel die Frau dahinten.“, meinte er zu uns, “Sie weiß es nicht, aber sie wäre genau mein Typ.”

Wir wollten uns nichts umdrehen und waren froh, als der romantische Stein, der Pornofilme mit alten Frauen mit großen Brüsten mag, ausstieg.

Ironie … Sechs

Es gibt junge Menschen, die haben so Ihre Schwierigkeiten mit unserem Bildungssystem und der Bildung an sich. Ein Exemplar fuhr heute mit mir in der Straßenbahn und jammerte darüber, wie unfair ihn sein Chemielehrer beim letzten Zeugnis benotet hätte:

“Äh, da melde isch misch immer drei Mal inner Stunde. Und äh, isch sitze inner ersten Reihe. Und vor den Ferien sacht der (Lehrer) noch isch wäre einer der Besten inner ganzen Klasse. Und was gibt der Arsch mir? Eine Sechs+.”

An dieser Stelle könnte man vielleicht Mitleid bekommen und denken, dass der Chemielehrer vielleicht etwas unfair gehandelt hat. Aber dann gab das Exemplar mit seinen Noten an:

“Äh, is doch gar nichts, isch hatte 6 Fünfen auf ‘m letzten Zeugnis.”

Bestandsaufnahme: 1 Sech+ und 6 Fünfen. Es ist nur eine Theorie, aber ich fürchte da hat jemand noch nicht das Konzept der Ironie verstanden und, dass man den Chemielehrer nicht immer wörtlich nehmen darf, wenn der sagt: “Du bist einer der Besten in der ganzen Klasse!”.

Herdentrieb

Neulich im U-Bahnhof, stiegen eine Putzfrau mit Utensilienwagen und 4 Rentner in einen Aufzug. Es war recht eng und besonders der letzte Rentner musste sich besonders d?nn machen, damit die Türe noch zu gehen kann.

Aber die Tür ging nicht zu. Die 5 Personen im Fahrstuhl blieben regungslos stehen. Der Fahrstuhl auch.

Etwas später fing dann die Diskussion an, dass der letzte Rentner wohl die Tür blockiert und alle machten sich noch dünner und rückten noch enger zusammen.

Nichts passierte. Also nahm ich mir ein Herz, ging zum Fahrstuhl und wies die Damen und Herren darauf hin, dass draußen am Fahrstuhl die “Ausser Betrieb”-Lampe leuchtete. Wer jetzt denkt, dass alle sofort den Fahrstuhl verlassen hätten, liegt falsch.

Der letzte Renter tat nach meinem Hinweis einen Schritt zurück, sah die Warnlampe, sagte “Ah, ausser Betrieb dat scheiss Ding”, und ging zur Treppe. Die anderen verharrten aber voller Hoffnung im Fahrstuhl.

Erst als die Putzfrau mit ihrem Utensilienwagen alle nach draußen drängte, sahen auch die letzten Treppenverweigerer ein, dass es keinen Zweck hat und eine ältere Dame zeterte: “Ich hab aber keine Lust Treppen zu steigen…”

Wetterkunde

“Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.”

Bisher kannte ich nur solche Bauern Weisheiten zum Thema Wetter und deshalb war ich sehr erfreut einige weitere Weisheiten von einem pensionierten Lokführer aufzuschnappen.

“Gestern habe ich ganz viele Raben auf einem Feld gesehen. Das bedeutet es gibt einen strengen Winter.”

“Die Eichen tragen so viele Eicheln und wenn die Natur viele Früchte produziert, gibt es einen strengen Winter.”

Mir stellen sich dann ein paar Fragen:

* Wieviele Raben braucht es pro Quadratmeter, damit es ein strenger Winter wird?
* Muss jedes Feld mit einer bestimmten Rabendichte belegt sein, oder zählen nur bestimmte Feldtypen?
* Woher weiß der Rabe, dass ein strenger Winter ansteht und was hilft es ihm sich vorher mit ein paar Kollegen auf einem Feld zu treffen?
* Gibt es immer einen strengen Winter, wenn vorher optimales Wetter für Eichen war?

Wie auch immer. Ich hab kein Auto, mag Schnee und von mir aus darf der Winter streng werden.

Abpusten vs. Abtrocknen

Als ich die Tage die Umkleide des Fitnessstudios betrat, hörte ich das dröhnen eines Föns. Spontan hätte ich erwartet, jemanden zu sehen, der sich die Haare fönt, musste aber eine etwas andere Nutzung beobachten:

In der Umkleide stand ein Herr auf einem Bein und fönte sich die Füße. Das sah etwas seltsam aus. Im Anschluss hat er sich noch sein Gehänge trockengeblasen und zog dann sich an.

Nennt mich altmodisch, aber ich finde mit einem Handtuch kann man sich ziemlich effizient abtrocknen.

Frage des Alters

Als ich heute in Steele unterwegs war, lief eine lustige Hundebesitzerin auf der anderen Straßenseite. Ein paar Kinder liefen vor ihrem Hund davon und sieh rief lachend den Kindern hinterher: “Lauft nur, sonst wird der Hund euch beißen!”

Als sie realisierte, dass die Kinder spätestens jetzt richtige Angst hatten, kam sie mit einer tollen Begründung, warum der Hund gar nicht gefährlich sein kann: “Der beißt nicht, der ist erst 13 Monate alt!”

Was soll das bedeuten? Beißen 13 Monate alte Hunde nie? Ab wann beißt er denn dann? Was ist aus “Der-tut-nichts-der-will-nur-spielen” geworden?

Schlagzeilen

Es begab sich, dass ich vor ein paar Wochen zwei Fahrgäste vor mir sitzen hatte. Der eine laß die Bild, der andere eine richtige Tageszeitung. Der Zufall wollte es, dass ich in beiden Zeitungen einen Artikel zum gleichen Thema lesen konnte. Die seriösere Zeitung hatte folgenden Artikel im Angebot:

“Kampfhund tötet 92 Jährige”

Die Bild hingegen hatte wie gesagt dasselbe Thema, aber dort stand in etwas grösserer Schrift:

“Kampfhund beißt - Rentnerin stirbt”

Frei nach dem Motto: “Bild schreibt - Seriösität stirbt”

Sommer, die dunkle Jahreszeit

Vor einiger Zeit habe ich ja schon einmal berichtet, dass sich manche Gewohnheiten schwer ablegen lassen. Heute durfte ich dann aber einem anderen sehr hartnäckigen Fall beobachten.

Das ganze spielte sich in einem Treppenhaus ab, bei dem eine Seite komplett aus Glas besteht und zu der fraglichen Zeit schien die Sonne auf die gesamte Glasfront. Meine Reise ging von der 3. Etage zum Erdgeschoss und um es noch einmal zu betonen, es war schon sehr hell und definitiv zu warm.

In der 2. Etage betrat das Gewohnheitstier die Bildfläche, also das Treppenhaus, schaltete das Licht an und ging vor mir die Treppe runter. Im Erdgeschoss angekommen, schaltete es beim verlassen das Licht reflexartig wieder aus. Da ich zwischen Licht an und Licht aus bei der gerade aktuellen Witterung keinen Unterschied ausmachen konnte, machte ich mir natürlich wieder so meine Gedanken…

… ist bei der fraglichen Person der Bewegungsablauf so fest einprogrammiert, dass sie immer einen Lichtschalter benutzen muss, sobald einer in Reichweite ist?

… handelt es sich um einen Sicherheitsfanatiker, der Angst hat, die Sonne könnte sich in den 10 Sekunden im Treppenhaus verdunkeln und er stolpert über die Stufen?

… war es gar keine Gewohnheit, sondern die Person kann einfach nicht gut gucken und braucht jedes Quäntchen Licht, welches sich auftreiben lässt?

Die Antwort werde ich wohl nie bekommen, aber etwas seltsam fand ich es schon.

Englisch für Runaways

Letztens hat ein Kollege die wunderbare Welt des öffentlichen Personennahverkehrs entdeckt und gleich eine Englisch-Lektion mitgehört, die ich freundlicherweise veröffentlichen darf:

“Wenn Du im Train bist und no ticket, dann kost’ dat 40 Euro.”

Diesen Satz hat ein Schaffner einem Fahrgast ca. 10 Mal aufgesagt und musste dann frustriert feststellen, dass man ihn nicht verstand. Dabei weiss doch jeder, dass man mit fremdländischen Leuten einfach nur GANZ LAUT UND LANGSAM REDEN MUSS, dann verstehen sie auch Deutsch.

Nuztungsrichtlinien für die Infotheken

An der Uni Dortmund hat das HRZ in verschiedenen Gebäuden sogenannte Infotheken aufgestellt. Dabei handelt es sich um einfache Rechner mit Maus und Tastatur, die in ein Gehäuse eingebaut sind, damit man sie im Stehen bedienen kann. Auf den Rechnern läuft nur ein Web-Browser. Die Infotheken sind sehr praktisch und werden von vielen benutzt, aber nur die wenigsten kennen die Nutzungsrichtlinien.

Auch mir war bis vor kurzem nicht bewusst, was man beachten muss, bevor man eine Infotheke benutzen kann. Natürlich war mir klar, dass wenn jemand anders den Rechner benutzt ich warten muss, bis er fertig ist und ihn nicht einfach umboxen darf. Aber als ich letztens mithörte, wie ein aufgebrachter Student einen anderen zurechtwies, wurde mir mein Fehlverhalten der letzten Jahre bewusst…

“Man wird sich ja wohl noch mal ein Blatt Papier und einen Stift holen dürfen, oder? Sie haben doch gesehen, dass hier eine Seite fertig aufgebaut war, oder?”

Was war geschehen? Offensichtlich hatte der andere Student eine vermeintlich nicht benutzte Infotheke gesehen und kurzer Hand die Seite aufgerufen, die ihn interessierte, ohne zu beachten, dass im Browserfenster schon eine andere Seite aufgebaut war. Scheinbar war ihm (wie auch mir) nicht bewusst, dass man eine Infotheke nur benutzen darf, wenn das Brwoserfenster leer ist. Steht im Browserfenster noch die zu letzt besuchte Seite des Vorbenutzers, so ist es ja nur natürlich davon auszugehen, dass der Vorbenutzer nur mal eben weg ist und gleich bestimmt wieder kommt…

…interessant ist auch, dass es Studenten gibt, die ihre Mitstudierenden mit Sie anreden.

Kinderkram

“Schnell einsteigen sonst sind wir alle tod!”

Mit diesen Worten stieg das erste Kind einer ganzen Horde in die S-Bahn und ich fragte mich, was die Aufsichtspersonen den Kindern zum Thema S-Bahnfahren so alles erzählt haben.

Nachdem die Gruppe dem Tod knapp entronnen war, gab es Frühstück und da jedes Kind gerne das haben wollte, was das andere Kind gerade hatte, wurde fleißig getauscht. Im Prinzip hatte nachher jedes Kind ein Stück Apfel, ein Stück Salatgurke, ein paar Salzstangen, Mäusespeck und Pfefferminzbonbons im Mund. Lecker!

Auf die Frage ob man in der S-Bahn überhaupt essen dürfte, entgegnete ein Kind: “Na klar! Ist doch eine Ess-Bahn!”

Natürlich fragte an jeder Station mindestens ein Kind, ob man jetzt aussteigen müßte und ein Kind fragte ganz verängstigt eine der Aufsichtspersonen: “Sagst Du uns auch Bescheid wenn, wir aussteigen müßen?”

Also ich hätte ja gesagt: “Nein, dann werde ich Euch ja nie los!”, aber die Aufsichtsperson hatte Herz und sagte nur “Ja”.

Dann war da noch der Junge, der sofort auf Toilette musste, als er das WC-Schild sah und nachher von seinem großen Abenteuert erzählte: “Als ich Toilette war, kam so eine Welle, die hätte fast meinen Pimmel gefressen!”

Als ich dann an der Uni ausstieg meinte ein Mädchen: “Meine Mami arbeitet auch ander Uni, da kann man immer Playstation spielen!”

Da werde ich mich jetzt mal auf die Suche nach dem Playstation-Pool machen. Kann ja nicht so schwer zu finden sein…

Katze, Vogel, Fische, Kerze

Zwei Mädchen stiegen letztens, bepackt mit Baumarktartikeln, in den Bus und unterhielten sich über die Einrichtung Ihrer ersten gemeinsame Wohnung. Irgendwann meinte die eine zu der anderen:

Eine: “Übrigens, ich glaube nicht, dass wir uns eine Katze holen sollten, die zerkratzen nur die Tapeten.”

Andere: “Ja, da hast Du Recht.”

Eine: “Aber wir könnten uns ja einen Vogel oder Fische holen?”

Andere: “Ja, oder wir holen uns von dem Geld so eine schöne große Kerze!”

Eine :”Ja, so eine Kerze wäre toll!”

Tja, ich hab mir früher auch mal ein tolles Stück Seife gekauft, obwohl ich eigentlich einen Hund wollte…

Kreative Nachspeisen



Wenn man mal davon absieht, dass bei uns in der Mensa das Essen manchmal roh ausgestellt wird, gibt sich der Koch eigentlich richtig Mühe. Besonders bei den Nachspeisen versucht er immer mit den geringen Mitteln des Studentenwerks ware Wunder zu bewirken oder einfach nur Reste loszuwerden?

So gibt es zum Beispiel “Joghurt mit Müsli”, was dann wirklich ein Joghurt ist, auf dem ein Stück Müsliriegel liegt. Das ganze läßt sich noch variieren. So gibt es auch Joghurt mit einem halben Duplo oder ein paar Pralinen drauf. Ein Schelm wer denkt, dass hier Produkte, die bald ablaufen, entsorgt werden.

Gestern gab es dann mal wieder einen neuen Höhepunkt: In dem Schälchen war kein Joghurt, sondern eine ausgepackte Milchschnitte mit einem Klecks Sahne drauf!

Deutschland sucht den Superstar

19:45 im Supermarkt. Ich hetze durch die Gänge um mir mein Abendbrot zu jagen, als eine rauhe Stimme den ganzen Markt efüllt.

“Was machst Du denn so spät und so alleine hier im Supermarkt?”, sang ein älterer Herr an der Kasse. Es klang von Stimme und Melodie ein bischen nach “Im Wagen vor mir” von Henry Valentino und Uschi.

Nach ein paar Minuten Sing-Sang schlug dann aber die Stimmung um. Der ältere Herr verriet, dass er 62 ist und von Deutschland nicht mehr viel hält. Als ihm dann auffiel, dass er vergessen hatte Schnapps zu kaufen, trat er gegen die Recycling-Boxen und machte sich wutschnaubend auf in die Spirituosen-Ecke.

Er stürmte zwischen den beiden Kassen durch, schlug im Vorbeigehen auf die Absperrung der geschlossenen Kasse ein und sah so aus, als würde er gleich explodieren. Es dauerte einen Moment, bis er sein Gift (eine klare, farblose Flüssigkeit) gefunden hatte und dann wurde er etwas friedlicher. Wäre da nicht eine ältere fremdländische Dame mit Kopftuch gewesen, der er, beim Verlassen des Ladens, den folgenden Spruch drückte: “Nichts gegen Sie, aber wenn Sie etwas mit einem Deutschen anfangen, dann schlage ich ihnen die Fresse ein!”

Erfreulicherweise verschwand er dann sofort und der Spuck war vorbei. Um es mit den Worten der Kasseriererin zu sagen: “Als er gesungen hat, war er ja noch lustig.”

Nährstoffe

Neulich erzählte eine aufgebrachte Mutter in der Bahn, dass ihr 30 jähriger Sohn letztens einen Kreislaufkollaps hatte. Sie konnte sich das gar nicht erklären, denn:

“Der Junge trinkt doch nur Cola und Spezi und da sind doch genug Nährstoffe drin.”

Im Krankenhaus kam dann raus, dass der Sohn Diabetis hat. Ob das vielleicht an den vielen Nährstoffen in Cola und Spezi liegen könnte?

Doppelt geprüft

Als mein Studienkollege und ich letzte Woche ins Kino gingen, nahmen wir natürlich den Studentenrabatt mit. Das man dabei seinen Studentenausweis zeigen muss versteht sich ja von selbst, aber dann wurde wir vor der Ausgabe der Karten nochmal geprüft:

“Was ist denn der Unterschied zwischen einem Skript und einem Programm?”, fragt uns der Kassierer.

Da guckten wir uns erstmal blöd an und ich antwortete, dass ein Skript ein kleines, einfaches Programm wäre. Das hat dem Kassierer gereicht und wir bekamen unsere Karten.

Falls der Kassierer oder andere Interessierte eine genauere Antwort suchen, kann ich Wikipedia empfehlen.

Bild Dir Deine Meinung

Es gibt Zeitungen, die locken ihre Leser mit einer, wenn überhaupt, nur spärlich bekleideten Frau auf der ersten Seite. Dazu gibt es dann noch einen “Artikel”. Vorgestern war eine attraktive Brünette abgelichtet und neben Ihr prangte die Überschrift “Monis süßer Schmalzkuchenköder”. Wer weiß was das bedeutet soll sich bitte melden!

Ein paar Seiten später gab es Bilder mit über- und aneinander liegenden Insekten. Die Überschrift hierzu lautete: “Der bizarre Sex der Insekten”

Wer jetzt auf die Idee kommt ich würde solche Zeitungen lesen, der irrt. Aber wenn man viel Bahn fährt kann man sich bei seinen Mitfahrern eine Meinung bilden.

Gewohnheiten

Es ist immer schwierig Gewohnheiten abzulegen, aber manchmal sollte man vielleicht doch etwas neues probieren. Einen besonders hartnäckigen Fall sah ich heute in der Straßenbahn.

Es handelte sich um eine Frau, die am rechten Handgelenk eine Plastikschiene und einen Verband hatte. Trotz dieser Einschränkung konnte Sie nicht davon lassen Ihre Uhr am rechten Handgelenk zu tragen. Dabei hat sie das Armband geschlossen und dann die Uhr am Verschluss mit Klebeband an der Pastikschiene so befestigt, dass sie oben auf dem Handgelenk war und etwas herum wackelte.

Das linke Handgelenk sah vollkommen in Ordnung aus…

Faden Verloren



Als ich eben zum Dortmunder Hauptbahnhof eilte, kam ich an einem kleinen Menschenauflauf vorbei, der einer Megaphonstimme lauschte:

“Also tut Euch einen Gefallen und reicht morgen die Anträge für Weihnachtsbeihilfe ab.”, forderte die Stimme voller Elan. Dann setzt sie wieder an: “Drittens!”

Stille.

“Ach, jetzt habe ich den Faden verloren…”, sagt die jetzt etwas verloren klingende Stimme und ein paar Augenblicke später das Finale: “Schönen Abend noch.”

Was Sie nicht sagen! Halleluja!

Manche Menschen müssen einfach alles und jedes kommentieren. Letztens hatte ich zwei geschwätzige ältere Damen in der Bahn, die beide diesen Tick hatten. Sobald eine der beiden Luft holen musste, kommentierte die andere das bis dahin gesagte mit einer der folgenden Floskeln:

* Was Sie nicht sagen!
* Ist das die Möglichkeit?!
* Das ist ja knuffig!
* Sagen Sie bloss!
* Sie sagen es!

Themenmässig kam alles vom Tod der Ehemänner bis zum Tod diverser Katzen dran und nach 15 Minuten war jede der Floskeln bestimmt 10 mal gefallen und ich war kurz davor meinen Verstand zu verlieren, aber da stiegen sie dann endlich aus.

Als Ersatz kamen sechs Mädchen, die nicht minder geschwätzig waren und sich angeregt über die Party vom Vorabend unterhielten. Besonders stach ein Mädchen hervor, dass jeden Satz mit dem Wort “Halleluja” begann oder beendete.

Intim

Letztens in der Bahn unthielten sich ein paar Leute über Jemanden und dessen Freundin:

“Der ist jetzt wieder mit ihr zusammen und die sind noch intimer als vorher! Ich schulde ihm noch 50 Euro und da hat er gesagt, die könnte ich auch ihr geben.”

Also das ist Intimität!

Universeller Serieller Bus 2

USB ist eigentlich eine nette Erfindung. Vor ein paar Jahren dachte ich noch, ich würde so etwas nicht brauchen und heute reicht ein Hub mit vier Anschlüssen nicht mehr aus. Und da man ja auch eine USB-Festplatte und einen iPod hat, sollte es schon ein USB-2-Hub sein.

Der alte 4-Port Hub war von Hama und bei ihm funktionierte weder meine alte Webcam, noch mein Bluetooth-Stick. Da der Bluetooth-Stick von D-Link war, hab ich mir einen 7-Port-Hub von D-Link besorgt.

Mit dem D-Link-Hub funktionierte zwar der Bluetooth-Stick, aber wenn ich die Webcam, die Festplatte oder den iPod anschliessen wollte, beschwerte sich der Hub über zu wenig Strom. Dabei war ein externes Netzteil angeschlossen. Also hab ich den Hub umgetauscht und mir einen von Belkin geholt.

Der Belkin-Hub ist wirklich schlau gemacht. Hinten gibt es 5 Ports, womit man die meisten Kabel also gut verstecken kann. Die anderen beiden Ports sind leicht zugänglich oben angebracht. Abgesehen von der Webcam funktionieren jetzt alle Geräte und ich muss nur noch einen Stecker ins Notebook stecken.

Im Endergebniss ist USB nicht ganz so universell, wie es der Name verspricht und manchmal lohnt es sich etwas mehr auszugeben.

Ein seltsames Paar

Es begab sich, dass gerade ein Mann mit Glatze (MMG), zwei angetrunkene dicke Männer (ADM1, ADM2) und ich (ICH) an der Tür der S-Bahn standen und darauf warteten auszusteigen.

ADM1: Gehen wir erst zum “Hühner Heini” oder erst Kuchen?

ADM2: Erst Kuchen.

ADM1: Also erst “Hühner Heini” und dann Kuchen?

ADM2: Auch recht.

ADM1: Also gehen wir jetzt erst zum “Hühner Heini” oder erst Kuchen?

ADM2: Kuchen ist lecker.

ADM1: Ja, Kuchen ist lecker.

ADM2: Also erst “Hühner Heini” und dann Kuchen.

(In diesem Moment zückt der MMG eine Zigarette)

ADM1: Ah, das hab ich auch mal getan aber jetzt nicht mehr.

MMG: Ist ja auch gesünder so.

(Nun wendet sich ADM2 an mich.)

ADM2: Er ist vor das Auto gelaufen. Dann ist ja alles vorbei.

(Verdutzt schaue ich denn Mann an.)

ADM2: Er ist vor das Auto gelaufen. Dann ist ja alles vorbei.

ICH: Nicht unbegdingt?!

ADM2: Er ist vor das Auto gelaufen. Dann ist ja alles vorbei.

Dann stiegen wir aus und das Echo lief immer wieder vor das Auto…

Atlantiküberquerung und Soundeffekte

Jeder kennt Sie, diese kleinen Fahrgeschäfte vor Supermärkten und anderen Läden. Die lieben Kleinen quängeln ein bischen bis die Eltern weich werden und spendieren für ein paar Münzen den Ritt auf dem Elefanten, den Flug im Hubschrauber oder die Fahrt mit der Eisenbahn. Das besagte Gerät macht dann, unbhängig von dem was es darstellt, immer die gleiche schaukelnde Bewegung und produziert Töne.

Vor einem Supermarkt hier in Steele steht eine amerikanische Damplok und zwar der “Santa Fe Express”. Der macht schnaufende Geräusche und ab und die nächste Haltestelle wird angesagt. Und man staunt nicht schlecht, wo der Santa Fe Express überall hält:

“Der nächste Halt Frankfurt Hauptbahnhof”

Ob das eine Direktverbindung ist?

Dann war da noch die etwas eigenwillige Version eines goldenen Rolls Royce vor einem anderen Supermarkt. Ein Kind saß in diesem Gerät, welches ruckelnd vor sich hin schaukelte, und machte seine eigenen Soundeffekte.

Also manch einer hätte vielleicht erwartet, so ein Auto macht vielleicht “Brumm, Brumm” oder zumindest etwas ähnliches. Das Kind hatte aber seine eigenen Vorstellung von einem Wagen der Luxusklasse und das klang mehr nach einem kranken Schaaf:

“Määääääääääääääh, Määäääääääääh, Määäääääääääh”

Von genervten Müttern und überhitzten Kindern

Nachdem es gestern nun wirklich nichts Attraktives in der Mensa zu essen gab, machten wir uns auf den Weg zum Burger-Brater. Dort angekommen stellten wir uns an eine Schlange an und hofften schnell voran zu kommen.

Vor uns standen zwei Mütter mit je zwei Kindern. Aufgrund der Tatsache, das es 4 kleine Kinder waren und ein Spielgerät in Sichtweite war, waren die Kleinen schwer zu bändigen. Nachdem es den Müttern aber doch gelang von allen das Wunsch-Spielzeug zum Kindermenü zu erfragen (Alle entschieden sich für ein seltsames Leuchtlogo) beschleunigte die Rasselbande zum Spielgerät und war erstmal nicht mehr gesehen.

Ein paar erklärende Worte zum Spielgerät: Es handelt sich um ein buntes Kunstoff-Gebäude, welches bis auf den Ein- und Ausgang (=Rutsche) keine weiteren Öffnungen aufweist. Dafür gibt es ein paar schöne durchsichtige Plastikuppeln, die zu einem netten Treibhauseffekt führen. Und gestern war es wirklich sehr warm und sonnig!

Die Zeit verging, die Schlange wurde kürzer und die erste Muter hatte gerade ihre Bestellung aufgegeben, als die 2. Mutter hastig die Schlange verliess und zum Spielgerät stürmte. Dort angekommen lief sie ratlos hin und her und schrie auf das Spielgerät ein, bis sie schliesslich die Rutsche hochkletterte und das kleinste der vier Kinder im Arm hatte.

Der Kleine hatte sich nicht getraut zu Rutschen und konnte auch nicht zurück, da hinter ihm die anderen Kinder waren, die natürlich rutschen wollten. Also war der Kleine seit ca. 10 Minuten im Spielgerät. Anders formuliert: So ein rotes Gesicht habe ich bei einem Kind noch nie gesehen!

Alles war wieder gut und der Kleine glühte noch eine zeitlang im Arm seiner Mutter. Die war in der Zwischenzeit dabei Ihre Bestellung aufzugeben. Dabei stellte sie sich aufgrund des erhöhten Adrinalinspiegels nicht wirklich schlau an und war unter anderem verwirrt darüber, dass es zu einem Menü ausser dem Burger noch ein Getränk und Fritten gibt. Als Entschuldigung sagte sie dann zum Burger-Verkäufer:

“Entschuldigen Sie aber ich kenne mich da nicht so aus. Normalerweise esse ich gesund!”

Der Verkäufer liess sich nichts anmerken und besorgte die bestellten ungesunden Nahrungsmittel. Die Mutter nutzte die Zeit um Ihre Nase an den Hosenstall ihres hochroten Kindes zu halten. Natürlich war es abzusehen, dass die Überhitzung im Spielgerät einen Überdruck erzeugt hatte, der irgendwo abgeführt werden musste…

Lecker!

Die Meinungen über das Essen in der Mensa gehen ja weit auseinander, aber immerhin geben sich die Verantwortlichen immer Mühe ihren Gästen das Essen schmackhaft zu machen. So befinden sich im Eingangsbereich Schaukästen in denen die Leckerbissen des Tages ausgestellt werden. Um die Kosten nicht zu hoch zu schrauben werden diese Auslagen preisgünstig hergestellt. So werden Pommes grundsätzlich unfrittiert ausgestellt, was Energie spart und die Phantasie des Gastes anregt.

Ein Höhepunkt dieser Ausstellungskunst war der letzte Dienstag. Als Wahlessen 2 gab es Poulardenfilet “Pußta Art”. Dabei hat man es wie mit den Pommes gehalten und das Fleisch roh ausgestellt. Einfach noch ein bischen Pußta-Sauce drauf und schon sah es richtig lecker aus…

Vorstellungskraft

Es gibt Dinge im Leben, die sich nicht leicht beschreiben lassen. So zum Beispiel wieviel ein grösserer Gewichtsverlust nun ausmacht. Aber zum Glück hat letztens eine Frau in der S-Bahn die ultimative Vorstellung für Ihre verlorenen 30 Kilo gefunden.

“Da habe ich 30 Kilo abgenommen. 30 Kilo! Das musst Du Dir mal in Hackfleisch vorstellen!”

Ja, genau solche Sachen möchte man sich vielleicht nicht vorstellen…

Energie trifft Wasser



Die Welt ist voller verrückter Menschen und einem besonders verrücktem Exemplar durfte ich am Montag zuhören.

Das Exemplar war ein freundlicher Herr, der uns das Unperfekthaus zeigte, einem Haus in dem Kreative Ihre Projekte durchführen und der Öffentlichkeit vorzustellen können. Der Herr gehörte auch zu den Kreativen und wollte eine Wellness-Schule aufbauen. Bis dahin war noch alles halbwegs normal…

Nicht mehr ganz so normal war eine grosse Kiste, die angeblich so gestaltet war, dass sie positive Energie speichert und an die Person abgibt, die in der Kiste sitzt. Neben dieser Kiste gab es auch noch etwas Ei-förmiges. In dem Ei waren zwei Säcke mit Sand, auf die man sich setzen konnte. Der Sand kam aus einer Gegend an der positive Energie aus dem Erdinnern an die Oberfläche tritt.

Der Herr erklärte uns, dass er etwas Wasser für einige Tage in das Ei gestellt hätte und das dieses Wasser nachher so voller Energie gewesen sei, dass er beim trinken “geschwitzt hätte ohne zu transpirieren”.

Es ist wirklich sehr schwierig sich so etwas anzuhören ohne gleich laut zu lachen!

Mehr Spaß im Leben

Das Leben kann einem soviel Freude bereiten, wenn man nur die richtige Einstellung hat. Das zeigte mir sehr eindrucksvoll ein älterer Herr, der es verstand sich an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen.

Seine Bühne war eine kleine Bäckerei in einem U-Bahnhof. Er saß dort im Zuschauerraum, trank seinen Kaffee und beobachtete wie hinter der Theke eine Bäckereifachangestellte ihrer Arbeit nachging. Das ganze war zunächst nicht sehr spannend, bis es zu einer, für den älteren Herrn urkomischen, Begebenheit kam.

Die Bäckereifachangestellte nam einen Stapel Teller von der Theke und bewegte sich damit auf eine Spüle zu. Just in dem moment als sie, mit dem Stapel in der Hand, der Theke den Rücken zugekehrte, kam ein junger Mann um die Ecke, ging zur Theke und sprach die Bäckereifachangestellte an. Diese drehte sich um, brachte die Teller in eine gefährliche Schieflage und konnte es nicht verhindern das ein Teller vom Stapel herrunterrutschte und am Boden zerschellte.

Was bis jetzt vermutlich für niemanden besonders lustig gewesen wäre, trieb dem älteren Herrn fast die Tränen in die Augen wärend er in ein lautes, hässliches und nicht mehr enden wollendes Gekicher verfiel.

Held der Videospiele

Eben in der Bahn saß ein Junge mit seiner Mutter. Er spielte irgendein tragbares Videospiel und er schien recht gut zu sein, denn er meinte zu seiner Mutter: “Weißt Du warum ich so schnell spiele?”

“Nein.”, antwortete die Mutter und klang nur mässig interessiert.

Aber der junge läßt sich nicht beirren und antwortet ganz stolz: “Weil ich so schnelle Hände habe!”

Überflüssig zu erwähnen, dass der Junge eher dick war und vielleicht auch einmal andere Körperteile als seine Hände trainieren sollte.

Kosenamen

Es ist durchaus bemerkenswert welche Bezeichnungen einige Personen von ihren Freunden bekommen. Als ich letztens in der Bahn fuhr erzählte jemand, daß er am Tag zuvor etwas mit “Bräuni” und “Schüppi” unternommen hätte. Natürlich konnte ich nicht anders als darüber nachzudenken, wie die beiden Geschöpfe wohl zu ihren undankbaren Namen gekommen sind und wie sie wohl aussehen:

Bräuni: Hat bestimmte dunkle Haut, aber vermutlich nicht von Natur, sonst wäre die Bezeichnung “Bräuni” nicht politisch koerrekt. Also wird wohl eher der übermässige Besuch im Sonnenstudio an der dunklen, rissigen Haut schuld sein.

Schüppi: Natürlich könnte Schüppi irgendwie von Schaufeln oder Schippe kommen, aber irgendwie vermute ich genau wie bei “Bräuni” ein körperliches Merkmal: Schuppen, und davon vermutlich einige!

Bitte nicht verlieren!

Dies ist ein Aufruf an den jenigen, der heute seinen angetrunkenen Freund (kurz AF) irgendwo hat stehen lassen, so dass dieser alleine mit S-Bahn nach Hause fahren musste.

Mach das nie wieder!

Wir sind auch in dieser Bahn gefahren und diese Realsatire war einfach unglaublich:

(Ein furchtbarer Klingelton erschallt in der Bahn … AF betritt die Bühne und telefoniert)

AF: Eh, wieso hasse mich den stehen lassen…

AF: Ich bin hier in Duisburg oder so…

AF: Nach Essen?

AF: Ich glaub ich fahre auch nach Essen

AF (an die anderen Fahrgäste): Fahren wir nach Essen?

AF (wieder zum Telefon): Soll ich hier aussteigen?

AF: Essen?

AF: Ich kann auch hier aussteigen

AF: Ok, dann warte ich in Essen.

(AF legt auf und wendet sich an einen anderen Fahrgast (FG))

AF: Jetzt kommt Essen?

(FG reagiert nicht … ein älterer Herr springt ein (ÄH), aber AF spricht immer noch mit FG)

ÄH: Nein, jetzt kommt Styrum, Mühlheim HBF, Frohnhausem, Essen-West und dann Essen HBF.

AF: Essen HBF?

ÄH: Nein, jetzt kommt Styrum, Mühlheim HBF, Frohnhausem, Essen-West und dann Essen HBF.

AF: Der Zug fährt aber nach Essen HBF?

FG: Ja, ich denke schon.

(AF führt einen längeren Monolog über die Eta, Anschläge auf Züge und das man es halt nie weiss. Dann wendet er sich wieder an FG)

AF: Wo kommste her, wo willste hin?

FG: Mühlheim und ich steige gleich aus.

AF: Wie, Du kommst aus Mühlheim und steigst da aus?

(Verwirrt zieht AF von statten aber bevor er die Bühne verlässt noch ene Kommentar zu einem Mann mit einem grossen roten Koffer)

AF: Na, das ist mal ein grosser roter Koffer.

Moderne Erziehung

Letztens im Regionalexpress:

Mutter und Kind basteln mit Knete:

Kind: Oh, ich hab die Arme vergessen, dann kann der Engel ja keine Babies halten.

Mutter: Nein, Engel haben keine Arme, die haben doch Flügel!

Von wegen Servicewüste!

Am Mittwoch wollte ich an der Uni einen Brief einwerfen und als ich keinen Briefkasten ausmachen konnte, kam ich auf die Idee am “Info-Point” nachzufragen. Dort bekam ich auch prompt die gewünschte Auskunft, aber die Dame machte mir auch sofort klar gemacht, wieviel glück ich dabei gehabt habe:

Ich: “Wo kann ich denn hier einen Briefkasten finden?”

Sie: “Da haben sie aber glück! Ich hab erst überlegt sie suchen zu lassen, aber weils es heute so heiss ist verrate ich es ihnen…”

Hobby Mediziner

Aus einem Gespräch zweier Studenten in der S-Bahn habe ich für mich vollkommen neue medizinische Erkenntnisse gewonnen, die ich natürlich nicht für mich behalten möchte. Der eine Student berichtete dem anderen, daß ein gemeinsamer Bekannter von Ihnen eine Alkhoholvergiftung erlitten hatte und machte dabei die folgenden Aussagen:

1. “Im Krankenhaus haben sie ihm dann hier alles wieder rausgepumpt.”, dabei zeigte der Erzähler auf seine Armbeuge.
2. “Der hat im Koma gelegen und ist drei Tage lang nicht aufgestanden!”

Spezialschneiderei

Letztens im Bus fuhr ich an einer kleinen Schneiderei vorbei und ein DIN A4 grosser Zettel mit den folgenden Zeilen bekam meine Aufmerksamkeit:

Spezialschneiderei



Pelz



Leder



Kinder

Tragbare CD-Player in der Öffentlichkeit

Letzten Mittwoch am Bochumer HBF stellte sich mir die folgende Frage:

Was könnte es wohl mit einem Typen auf sich haben, der Kopfhörer trägt und mit seinen Fingern am Bauch rumtastet?

Die Lösung war schnell gefunden, als er sein T-Shirt anhob und den CD-Player aus dem Hosenbund nahm um aufs Display zu gucken. So wirklich bequem finde ich diesen Aufbewahrungsort zwar nicht, aber immerhin interessant.

Wahnsinnshäppchen

Die letzten wichtigen Neuigkeiten sind viel zu lange her und eigentlich hab ich doch ein paar Sachen erlebt, die ich nicht für mich behalten sollte. Also auf in den Wahnsinn…

Kinder und Computer

Da ist der Bus voller Kinder, man bekommt keinen Sitzplatz und trotzdem geschieht etwas, was einen dafür entschädigt:

dickes Kind (telefoniert per Handy mit seiner Mutter): “Eh, Du bist soo blöd, wir fahren nach Liez, das ist in Österreich und nicht in Frankreich.”

Damit hatte das Kind meine Aufmerksamkeit bekommen, aber richtig lustig wurde es erst nach dem Telefonat, als sich das dicke Kind mit einem anderen unterhielt:

dickes Kind: “Ich hab kein Internet, aber unser Computer ist besser als Eurer!”

anderes Kind: “Was haste denn für einen?”

dK: “XP!”

aK: “Ach, wir haben ME, das ist viel besser! Damit kann man alle Spiele spielen. Und Internet haben wir drei mal: ‘AOL’, ‘web.de’ und ‘DSL’.”

Ah ja!

Pupsende Oma

Letztens ging ich an einer sonst leeren Strasse an einer älteren Frau vorbei und in dem Moment hat sie laut gepupst, daß ich mich immer noch Frage, ob das menschlich war!

Moderne Kommunikation


Welche beiden Dinge sagen Menschen, wenn sie mit dem Handy telefonieren am häufigsten? Na ist doch ganz einfach:

1.) “Ich bin gerade XXX.”

2.) “Hallo…? Hallo…?”

zu 1) Meine Erfahrung ist, daß viele Menschen bei diesem Punkt Lügen. Wenn man sich gerade mit der S-Bahn dem Essener Hauptbahnhof nähert, ist “Ich bin gerade in Dortmund.” nicht mehr wirklich genau.

zu 2) Ein junges weibliches exemplar der Handygeneration sitzt mir gegenüber und versucht ihre Mutter anzurufen: “Mama…? Mama…? Mama…?”.

Nach diesem erfolglosen Versuch meint sie dann zu ihrer Begleitung: “Spinnt meine Mutter? Die sagt die ganze Zeit nur ‘Hallo’!”

Und dann...

...war da noch die ältere Dame im Supermarkt, die überglücklich ein "Ah, Zwieback!" von sich gab, zielsicher auf das Regal zusteuerte, eine Packung Waffeln zum toasten nahm und von dannen zog.

Lebensweisheiten

Auf der Toilette gegenüber der Bereichsbibliothek auf der dritten Etage des EF 50 an der Uni Dortmund:

Das Leben ist wie ein Hund,
mal schwarz, mal weiß, mal kunterbund,
es bellt, es beißt,
es frisst, es scheißt,
und ab und zu pisst es Dir ans Bein.

Und noch ein Klassiker:

Profis grinsen beim kacken!

Gekränkter Stolz

Eben an der Bushaltstelle wurde ich von zwei Mädchen als Fünfauge bezeichnet und mein gekränkter Stolz zwingt mich nun einige Erlebnisse der darauf folgenden Busfahrt festzuhalten:

Die Darstellerinnen stellen sich vor:

Dumm: "In der Grundschule bin ich nie sitzen geblieben."

Dümmer: "Ich einmal..."

(Kann man in der Grundschule wirklich sitzen bleiben?)

Dumm: "Dafür bin ich in der Hauptschule zweimal sitzen geblieben und dieses Jahr werde ich wohl auch kleben bleiben."

Nebenbei machten die beiden gerade blau, waren auf dem Weg zu einem "Clemens" und wollten danach zum Arzt um ihrer Lehrerin eine Entschuldigung abliefern zu können.

Der Dialog:

(Wir fuhren gerade an einem Sonnenstudio vorbei.)

Dümmer: "Da müssen wir mal reingehen, da kann man für 5 € so lange drin bleiben wie man will."

Dumm: "Das ist aber billig!"

Dümmer: "Das ist bestimmt so, weil jetzt Sommer ist. Von der Sonne soll man nämlich auch braun werden."

Irgendwie hoffe ich trotz meiner gequälzten Seele, daß die beiden nicht ganz so unterbelichtet sind, wie sie sich darstellen. Aber auf der anderen Seite trage ich seit der ersten Klasse eine Brille und wurde noch nie als Fünfauge bezeichnet...

Vogelkunde

Es begab sich in der Mensa, daß ein asiatischer Student seine deutsche Begleiterin fragte, was denn eine Pute sei. Darauf antwortete sie: "Du weißt doch was ein Hähnchen ist, oder? Eine Pute ist ein weibliches Hähnchen."

Täglicher Terror und Heldensaga

Nichts scheint schlimmer zu sein als einen Sohn zu haben. Zumindest ein bestimmer Sohn in der Umgebung von Düsseldorf, über den sich seine Mutter in der S-Bahn bei einer anderen Frau beklagte, scheint der Teufel zu sein. O-Ton:

* "Er duscht morgens von viertel vor sieben bis viertel nach sieben - eine HALBE Stunde - lang, so daß ich mir unter der Dusche die Zähne putzen muss."
* "Er trägt Hosen nur einen Tag, nimmt jeweils morgens und abends ein neues T-Shirt und beschwert sich auch noch ich würde nicht genug waschen."
* "Und wenn er aus der Dusche kommt geht er auf sein Zimmer und hört Musik! Musik! Das muss man sich mal vorstellen! Er hört morgens Musik!"

Und als hätten mich diese Fakten nicht schon genug erschüttert erlangte eine Gruppe Prolls durch den folgenden Ausspruch meine Aufmerksamkeit:

"Also ich habs ja schon immer gesagt, wenn man einen Türken verbrennt bleibt nicht anderes übrig als [unverständlich] und ein Klappmesser!"

Dieser Auspruch kam von einem Vokuhila mit Rotzbremse und führte dazu, daß sich eine junge türkische Frau in Reichweite sichtlich unwohl fühlte. Aber der Vokuhila sollte sich noch als wahrer Held entpuppen!

Den er war Bodyguard! Er war schon auf Onkelz-Konzerten und hat schon so manches Messer in seinem Körper stecken gehabt. Vollkommen gebannt lauschten seine beiden Kollegen (und ich) besonders dieser Heldentat:

Vokuhila: "Weisste noch vor zwei Jahren als Joe Cocker hier war?"

Kollege: "Ja?"

V.: "Da war ich auch dabei und hab mir ein Messer eingefangen, als ein Bekloppter Joe Cocker angreifen wollte!"

K.: "Und? Habt Ihr den bekommen."

V.: "Klar den hab ich erwischt! Mit dem Messer in der Rippe!"

K.: "Dann war das also keine schlimme Verletzung?"

V.: "Von wegen! Danach war ich 6 Wochen im Krankenhaus!"

Dann kam die Bahn in Düsseldorf HBF an und ich musste leider aussteigen...

Unterwegs im Irrenhaus

zu viel Information...

Letztens im Bus: "Boah, meine Mutter meint letzten zu mir: 'Du hast aber einen fetten Arsch!'", meinte ein Mädchen in unüberhörbarer Lautstärke zu Ihrer Freundin. Und obwohl ich eigentlich schon mehr erfahren hatte, als mir lieb war, fuhr sie fort, "Und der Christian meint dann: 'Das ist kein fetter sondern ein geiler Arsch!'". Entweder ihre Mutter oder Christian scheinen die Ausmasse des Hinterteils vollkommen falsch zu interpretieren. Ich für meinen Teil habe mir lieber kein Bild gemacht...

zu blöd...

Letztens in der S-Bahn:

Sie: "1 Euro 25 Cent sind 2 Mark."

Er: "Nee, 1 Euro ist eine Mark, schliesslich sind ja auch 5 Euro 10 Mark."

Sie: "Bisse blöd!? 5 Euro 11 Cent sind 10 Mark und deshalb sind 1 Euro 25 Cent 2 Mark!"

Er (zu einem unbeteiligten Fahrgast): "1 Euro sind doch 2 Mark, oder?"

Fahrgast (sichtlich amüsiert): "Da halte ich mich lieber raus!"

Er (wieder zu Ihr): "1 Euro sind 2 Mark!"

Sie (erbost): "Boah, auf was für einer Schule warst Du Schwachkopf denn! Wenn 5 Euro 11 Cent 10 Mark sind, dann müssen doch 1 Euro 25 Cent 2 Mark sein!"

(1 EUR = 1,95583 DM und 10 DM = 5,11292 EUR)

Kindersicher

Die Föhne im Hallenbad sind wieder da! Das ist zugegebener Maßen nicht wirklich interessant, denn viel interessanter ist, warum sie überhaupt weg waren:

Irgendein Kind kam nämlich auf die glorreiche Idee das Gitter an der Luftansaugöffnung eines Föhns zu entfernen und die langen Haare eines anderen Kindes dann anzusaugen. Das hat so gut geklappt, daß das sich die Haare im Getriebe verfingen und jetzt wohl etwas kürzer sind. Die Föhne wurden daraufhin zu einer sicherheitstechnischen Untersuchung geschickt um festzustellen, ob sie überhaupt Kindersicher sind.

Da sie wieder da sind, sind sie wohl sicher.

... des laufenden Wahnsinns