Chronik ...

Aus dem Örtchen

Nicht nur der öffentliche Nahverkehr, sondern auch die intimen öffentlichen Örtchen bieten einiges Beobachtenswertes.

Klopapierlogistik

Ein schönes Beispiel zum Thema Outsourcing bot einer meiner ehemaligen Arbeitgeber. Anfangs war dort das Reinigungspersonal direkt angestellt, bis irgendwann entschieden wurde, dass eine externe Firma das besser günstiger kann. Aus Anwendersicht, hat das auch keine Nachteile gebracht, aber es führte auch zur Planwirtschaft. Denn jedes Mal, wenn das Reinigungspersonal die Örtchen reinigte, brachte es immer die gleiche Zahl Klopapierrollen mit. Leider erfüllte unsere Etage nicht das Soll und so sammelten sich immer mehr Rollen an. Zu Beginn wurden die Rollen oben auf den Trennwänden untergebracht. Als die voll waren, wurde kurzerhand noch ein Regal montiert. Erst als auch das gefüllt war, wurde die Rollenquote gesenkt. Aber natürlich ist es schwierig, die optimale Zahl zu finden. Also sank die Zahl der Rollen wieder und irgendwann waren alle Vorräte wieder aufgebraucht...

Hygiene

Bei einem anderen Arbeitgeber wurde das Klo ordentlich gepimpt. Es begann ganz harmlos mit ein paar Duftspendern. Irgendwann tauchten dann Streichhölzer in den Kabinen auf. Aber die waren nicht zum Rauchen, sondern zum übertünchen unangenehmer Ausdünstungen. Etwas später folgte Desinfektionsmittel und spätestens da hätte MacGyver alles beisammen gehabt, um den Laden in die Lust zu jagen...

Kultur

Zum Abschluss seien noch die Toilettenanlagen an Universitäten erwähnt. Hier finden sich immer großartige Spuren der deutschen Klokultur, in der Form von Sprüchen und Piktogrammen. Mein Favorit fand sich im Fachbereich englische Linguistik an der Uni Dortmund: „Profis grinsen beim Kacken!“

... des laufenden Wahnsinns