Chronik ...

2009

Gezwitscher

Es hat auch mich erwischt. Das Zwitschern. Wer mich also beim Micro-Bloggen erleben will muss den Diskrider verfolgen.

Kindermund tut Wahrheit kund

Unterwegs auf der S-Bahnlinie S6 fuhr gestern der kleine Oliver mit seiner Mutter. Da gab es den einen oder anderen schönen Ausspruch:

1. Im Düsseldorfer Hbf steht neben uns ein ICE und Oliver meint: "Cooler Zug. Warum fahren wir nicht mit so einem Zug? Die S6 ist voll der Looser-Zug!"

2. irgendwann öffnet Olli den Mülleimer: "Oh cool, Müllermilch!"

3. Und dann putzte er sich die Nase und verkündete: "Ich hab mehr in der Nase als mein Gehirn groß ist.",  was auch gleich genauer begründet wurde, denn "die Popel von der Nase verkleben sich am Gehirn." Als seine Mutter meinte, er solle sich die Nase gründlicher putzen, kam kurz danach ein: "Aua, dass macht mir Kopfschmerzen!"

Zum Abschluss half die Mutter noch mit Ollis Rotzfahne im Fenster einzuklemmen, damit sie lustig im Wind flattert.

Kleines Schneekätzchen

Vor einiger Zeit habe ich mein MacBook geschrumpft und nutze Unterwegs ein Samsung NC10, welches auf den Namen "DarthBook" hört. Es wirklich bemerkenswert, wie praktikabel so ein abgespecktes Gerät ist. Am Anfang lief auf dem Gerät der Leopard herum, aber natürlich sollte nach der Veröffentlichung als bald der Snow Leopard folgen.

Vor zwei Wochen war es dann soweit. In den einschlägigen Foren tauchte immer öfter der Verweis auf den NetbookBootMaker und das man damit einfach zum Ziel kommt. Der Bootmaker passt das Image einer Installations-DVD so an, dass man den Schneeleoparden per USB-Stick auf ein Netbook installieren kann. Im Falle des NC10 muss vorher nur im BIOS das "Execute Disable Bit" aktiviert werden.

Danach funktioniert schon fastt alles und es fehlt nur die Möglichkeit das Gerät einschlafen zu lassen, die Stromsparfunktion zu nutzen und die Helligkeit des Displays zu ändern. Für alle drei Punkte bietet das Netz eine Lösung, wobei die Helligkeit per Shellskript zu ändern weit vom Optimum entfernt ist.

Nach zwei Wochen Betrieb kann ich vermelden, dass das Netbook mit dem Schneekätzchen bestens funktioniert und ich immer noch der Meinung bin, dass Apple endlich ewas mit dem Formfaktor ins Sortiment aufnehmen sollte.

Nachts im Hotel

Das Hotel in dem derzeit häufiger verweile ist recht modern. Jeder Gast bekommt eine Schlüsselkarte, die am Empfang kodiert wird und die dann den Zugang zum eigenen Zimmer und anderen Örtlichkeiten regelt. Letztens war das dahinter liegende Computer-System ausgefallen. Das hatte den angehmen Vorteil, dass die Mitarbeiter am Empfang die Schlüsselkarte für mein Zimmer schon vorbereitet hatten und der Check-In sehr schnell von statten ging.

Aber natürlich gab es auch einen Haken.

Denn als ich die Tür zu "meinem" Zimmer öffnete saß dort ein spärlich bekleideter Herr vor seinem Notebook. In meiner Verdutzung sagte ich nur "Entschuldigung" und er entgegnet ein trockenes "Kein Problem". Damit war das Notfallprotokoll für solche Situation erfüllt, ich schloss die Tür und ging wieder zum Empfang. Dort stellte sich dann heraus, dass wohl irgendwer das Zimmer schon vergeben, aber nicht von der Liste gestrichen hatte. Bei meinem neuen Zimmer bat ich, dieses Detail bitte nicht noch einmal zu übersehen.

Das örtliche Regelwerk

Kaum schreibt man darüber und schon stolpert man über was Passendes:

Regelwerk

(Am Tipfehler erkennt man das Original)

Aus dem Örtchen

Nicht nur der öffentliche Nahverkehr, sondern auch die intimen öffentlichen Örtchen bieten einiges Beobachtenswertes.

Klopapierlogistik

Ein schönes Beispiel zum Thema Outsourcing bot einer meiner ehemaligen Arbeitgeber. Anfangs war dort das Reinigungspersonal direkt angestellt, bis irgendwann entschieden wurde, dass eine externe Firma das besser günstiger kann. Aus Anwendersicht, hat das auch keine Nachteile gebracht, aber es führte auch zur Planwirtschaft. Denn jedes Mal, wenn das Reinigungspersonal die Örtchen reinigte, brachte es immer die gleiche Zahl Klopapierrollen mit. Leider erfüllte unsere Etage nicht das Soll und so sammelten sich immer mehr Rollen an. Zu Beginn wurden die Rollen oben auf den Trennwänden untergebracht. Als die voll waren, wurde kurzerhand noch ein Regal montiert. Erst als auch das gefüllt war, wurde die Rollenquote gesenkt. Aber natürlich ist es schwierig, die optimale Zahl zu finden. Also sank die Zahl der Rollen wieder und irgendwann waren alle Vorräte wieder aufgebraucht...

Hygiene

Bei einem anderen Arbeitgeber wurde das Klo ordentlich gepimpt. Es begann ganz harmlos mit ein paar Duftspendern. Irgendwann tauchten dann Streichhölzer in den Kabinen auf. Aber die waren nicht zum Rauchen, sondern zum übertünchen unangenehmer Ausdünstungen. Etwas später folgte Desinfektionsmittel und spätestens da hätte MacGyver alles beisammen gehabt, um den Laden in die Lust zu jagen...

Kultur

Zum Abschluss seien noch die Toilettenanlagen an Universitäten erwähnt. Hier finden sich immer großartige Spuren der deutschen Klokultur, in der Form von Sprüchen und Piktogrammen. Mein Favorit fand sich im Fachbereich englische Linguistik an der Uni Dortmund: „Profis grinsen beim Kacken!“

Unterwegs im Flugzeug

Nachdem ich die letzten 18 Jahre fast täglich mit dem ÖPNV unterwegs war, wurde die Kategorie "Unterwegs im Irrenhaus" geboren. Mittlerweile darf ich aber auch zweimal die Woche mit dem Flugzeug reisen, was ganz neue Erfahrungen mit sich bringt. Deshalb hier eine kurze Einfühung:

Ansagen

Wärend in Bus und Bahn die Ansagen immer öfter vom Band kommen, spricht im Flugzeug gleich die ganze Besatzung. Es beginnt mit Ansagen der Flugbegleiter, die einen willkommen heißen und erklären wie man das Handgepäck verstaut. Auch noch am Boden stellt sich der Kapitän vor und verkündet, dass heute der 1. Offizier fliegt. Kapitäne können wohl nicht fliegen. In der Luft stellt sich eine der Flugbegleiterinnen als die "verantwortliche Flugbegleiterin" vor, stellt die anderen vor und kündigt die Essensausgabe und das "Unterhaltungsprogramm" an. Irgendwann zwischendurch meldet sich der 1. Offizier, der nicht nur fliegen, sondern auch die Wettervorhersage für den Zielort vorlesen kann. Und am Ende verabschiedet sich dann noch einmal die "verantwortliche Flugbegleiterin" und die letzten zwei Worte gebühren dem 1.Offizier: „Parking Position“.

Das einzige, was fast immer vom Band kommt sind die Sicherheitshinweise. Dieser "Sicherheits-Thriller" kommt nicht an eine Live-Vorführung durch das Kabinenpersonal heran, da man sich schnell an den computer-animierten Barbie- und Ken-Figuren satt gesehen hat. Immerhin handelt es sich um ein historisches Stück Filmkunst, da die dort gezeigten elektronischen Geräte -die man ja immer brav ausschalten soll- mindestens 10 Jahre alt sind.

Mitreisende

Im öffentlichen Nahverkehr kann man schon so manchen Sonderling beobachten, und auch der Flugverkehr steht dem in nichts nach. Es beginnt vor dem Flug mit Männerreisegruppen, die sich mit albernen Hüten und T-Shirts uniformieren und um 5 Uhr morgens Bier in der Wartehalle trinken. Diese Grüppchen verschwinden meist, wenn ein Flug nach Mallorca oder Ibiza aufgerufen wird und ich habe immer ein bisschen Mitleid mit dem Flugpersonal auf diesen Routen.

Im Flieger kann man grob zwischen Profi- und Amateurfliegern unterscheiden. Profis sind die Geschäftsleute, die mindestens einmal die Woche fliegen. Sie sitzen stehts vorne, am Gang, sind wichtig und haben es eilig. Sie telefonieren schon mal gerne bis zur letzten Sekunde und schalten Ihr Mobiltelefon als Erste wieder an. Um Zeit zu sparen, geben Sie ihr Gepäck nicht auf, sondern erscheinen mit kleinen Trolleys im Flieger, für die die Flugbegleiter dann Stauräume finden müssen. Amateure fallen weniger auf.

Sicherheit

Sicherheit wird beim Fliegen ganz groß geschrieben. Natürlich darf man keinerlei Flüssigkeiten, Waffen oder ähnliches mitnehmen. Bei Sportschlägern, hat aber jedes Land seine eigene Auslegung. In Deutschland darf man einen Badmintonschläger mit an Bord nehmen, während es in Österreich verboten ist. Um auch nichts Verbotenes an Bord schmuggeln zu können, wird des Handgepäck und man selber schön durchleuchtet und abgetastet. Wenn es besonders gut läuft bekommt das Notebook einen Abstrich, wobei ein Teststreifen über das Gerät gestrichen wird. Mit diesem Streifen verschwindet der Sicherheitsbeamte dann in einem Kabuff und vermeldet kurze Zeit später, dass alles in Ordnung sei.

Apple Netbook

Mit einem iPhone in der Tasche, hat man heut zu Tage immer einen internetfähigen Rechner dabei. Wer mehr will, greift zum Notebook und wer es klein und leicht mag, greift zum Netbook. Diese neue Klasse günstiger Notebooks wird leider von dem Apfelhersteller derzeit noch ignoriert. Es gibt nur ein sehr teures Gerät, welches leicht ist und das wars. Aber glücklicherweise sind die Netbooks der Konkurenz zur Zeit erstaunlich kompatibel zum Apfelbetriebssystem.



Und so kommt es, dass ein Samsung NC10 den Weg zu mir gefunden hat. Das gute Gerät verfügt über ein sehr helles 10” LED-Display, WLAN, UMTS, 2 GB RAM, 160 GB HDD, einen großen Akku und bringt nur 1,3 kg auf die Waage. Mac OS X 10.5.7 lässt sich, sehr einfach installieren und bis auf die WLAN-Karte wird alles unterstützt. WLAN lässt sich im Moment nur durch den Wechsel zu einer von Mac OS X unterstützten Karte bewältigen, was sich aber Dank Video-Anleitung nicht zu kompliziert gestaltet.

Alles in allem habe ich jetzt ein kleines leichtes MacBook. Das Design hat keinen Apfel auf dem Deckel und sieht auch ohne gut aus. Von der Leistung darf man sich natürlich keine Wunder erwarten. Der 1,6 GHz Atom-Prozessor hat Dank Hyper-Threading etwas mehr als einen Kern, kommt aber bei rechenintensiven Aufgaben schnell an seine Grenzen. Für alles was man im Internet machen kann und ein bischen Software-Entwicklung fühlt er sich aber nicht zu langsam an.

Bleibt nur noch die Frage, wann Apple endlich so ein praktisches Gerät in sein Programm aufnimmt. Bis dahin ersetzt erstmal sein Gerät von Samsung mein gutes altes MacBook.

Der Gnocchi-Vorfall

Im Supermarkt an der Kasse zu warten, ist meist langweilig. Wenn aber hinter einem zwei Damen ein Fachgespräch über Supermärkte führen, wird es spannend. Die beiden liessen sich in aller Tiefe über die verschiedenen Ketten aus und mir blieb insbesondere der “Gnocchi-Vorfall” in guter Erinnerung:

“Habe ich Dir eigentlich schon von dem Gnocchi-Vorfall erzählt?”, fragt die eine Dame.

“Nein, was ist denn passiert?”, erwidert die andere.

“Als ich letztens in Düsseldorf war, habe ich mir beim Aldi Gnocchi gekauft. Und Du weisst ja, dass Sie in Düsseldorf einen anderen Aldi haben. Also den Aldi Süd. Und die Gnocchi vom Süd schmecken viel besser als die aus unserem Aldi. Die Gnocchi bei uns schmecken immer so nach Kartoffeln...”, sprach die eine Dame und hielt kurz inne und redete dann mehr zu sich selbst, “...eigentlich sollten Gnocchi ja nach Kartoffeln schmecken...”

Noch ein kleiner Moment der Verwirrung, bis sie sich wieder gefangen hatte und unbeirrt weiter redete: “...wie auch immer. Die Gnocchi im Süd schmecken viel besser. Da habe ich mir dann so eine richtig schleimige Tomaten-Mozzarella-Sauce zu gemacht. Sehr lecker!”

Ist schon doof, wenn die italienischen Kartoffelnocken nach Kartoffeln schmecken...

Star Trek - Kaltstart

Nach dem Galactica und Batman recht erfolgreich einen „Reboot“ erfahren haben, wurde das gleiche nun mit Star Trek probiert. Die Handlung des Films beginnt mit der Geburt von Kirk und es geht in der Hauptsache um ihn und Spock. Natürlich gibt es noch mehr Handlung, denn ein prototypisch böser Romulaner möchte die Erde und Vulkan zerstören. Daneben werden natürlich auch Uhura, Scotty, Pille, Sulu und Chekov vorgestellt.

Abgesehen von der ursprünglichen Serie aus den 60ern, mag ich alle Filme (zumindest die Geraden Winking) und Serien aus dem Star-Trek-Universum. Die letzte Serie, hat mir eigentlich auch gut gefallen, wenn man die dritte Staffel und alles was mit dem „temporärem kalten Krieg“ zu tun hatte, raus gelassen hätte. Der neue Film ist sehr erfrischend, die Schauspieler sind sehr gut, die Enterprise erstrahlt im neuen alten Design und es werden viele bekannte Elemente aufgegriffen, so dass man sich als Fan der Serie sofort wohl fühlt.

Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die Handlung des Film zu einem neuen Parallel-Universum führt, in dem sich zukünftige Produktionen beliebige austoben können, ohne das bekannte Star-Trek-Universum ad absurdum zu führen. Schwere wiegt aber, dass mir der Film so gut gefallen hat, dass ganz schnell ein zweiter produziert werden muss...

Presse vs. Freiheit

http://www.youtube.com/watch?v=MHpqAgO5X2I

Make it Spar!

Gestern hat mich der Burger-Brater hinters Licht geführt: Ahnungslos bestelle ich ein Whopper-Menü mit Bacon, Kartoffelecken und Cola. Zu meiner Überraschung kostet der Spaß mittlerweile über € 6,-. Da ich schon länger nicht mehr in dem Restaurant gespeist hatte, bin ich erst einmal von einer Preiserhöhung ausgegangen. Umso größer dann mein Erstaunen als ich irgendwo den Hinweis „Sparmenü“ hinter der Theke erspähe und realisiere, dass jetzt alle Menüs automatisch „Maxi“ sind.

Aus „Make it maxi!“ ist jetzt also „Make it Spar!“ geworden und man muss halt aufmerksamer sein, wenn man sein Mittagessen bestellt.

... des laufenden Wahnsinns