Chronik ...

2007

Verspätungs-Ticker

Als wenn die Nerven durch die ständigen Streikdrohungen der Lokführer nicht schon blank genug liegen würden, gab sich der Durchsager heute redlich Mühe seine Kundschaft mit Spannung zu versorgen.

7:29: "Die S-Bahn in Richtung Wuppertal hat 10 Minuten Verspätung."

Mit dieser Durchsage wurde ich auf dem Bahnsteig begrüßt. Das Publikum war begeistert und wenn die Leute schon lachend den Kopf schütteln, war das nicht die erste schlechte Nachricht an diesem Morgen.

7:30 "Die S-Bahn in Richtung Dortmund hat 5 Minuten Verspätung."

Klingt unspannend und ist es auch. Als alter Bahnkunde kommen einem 5 Minuten Verspätung mittlerweile sehr pünktlich vor. Aber es geht noch weiter.

7:31: "Die S-Bahn in Richtung Wuppertal hat 15 Minuten Verspätung."

Die richtig alten Hasen fangen an zu Rechnen: Von Essen Hbf nach Steele fahren die Bahnen nach Wuppertal und die nach Dortmund über die gleiche Strecke. Laut Fahrplan kommt die Bahn nach Wuppertal 5 Minuten vor der Bahn nach Dortmund an. Also würden sie bei der aktuellen Verspätung gleichzeitig ankommen. Zu dieser Erkenntniss kam dann auch die Bahn.

7:32 "Die S-Bahn in Richtung Dortmund hat 10 Minuten Verspätung."

Die Welt ist wieder im Lot und ich komme 10 Minuten zu spät zur Arbeit.

Unseriöse Werbung

Vor ein paar Jahren räkelte sich bei "Blohm+Voss" in Hamburg eine attraktive Blondine namens Alice. Als Mitglied der Zielgruppe dieser Werbekampagne habe ich auch irgendwann mal rausgefunden, dass hier ein DSL-Anschluss beworben wird. Natürlich zielt diese Werbung auf niederen Instinkte in der Zielgruppe, aber mir wurde erst vor einigen Tagen bewusst, wie weit unten die Instinkte angesprochen werden.

Bei einem Elektronik-Discounter in Essen haben die verschiedenen Anbieter der Kommunikationsbranche kleine Stände im Eingangsbereich und versuchen dort neue Kundschaft zu angeln. Die Blondine ist natürlich auch dabei, aber da sie ja nicht überall auf einmal sein kann, wird sie von einem Herrn vertreten. Dieser Herr geht aber schon voll zur Sache und letztens schnappte ich folgendem Satz auf, als er einen Kunden von der Blondine überzeugen wollte:

"Da können Sie dann so richtig die Sau rauslassen!"

Die arme Alice...

Tag der deutschen Einheit

Der heutige Tag begann etwas seltsam. Zumindest für einige Menschen, die einen anderen Lebensrhythmus haben als der typische Arbeitnehmer. Also zum Beispiel Studenten die mit der Diplomarbeit kämpfen und freiberufliche Künstlerinnen.

Der Student wollte heute einkaufen fahren. Als er das Haus verließ, fiel ihm auf, dass ja Mittwoch ist und er die Müllmänner gar nicht mitbekommen hatte. Egal, rauf aufs Fahrrad und ab zum nächsten Geld-Automaten.

Direkt neben dem Automaten befindet sich ein Drogeriemarkt. Es verwundert den Studenten schon, dass dieser Laden an einem Mittwoch zu hat und guckt auch ungläubig auf die Ladenöffnungszeiten. Aber da es sich um eine Schlecker-Filiale handelt und Schlecker eh seltsam ist, denkt er nicht weiter drüber nach. Überhaupt ist er abgelenkt, da er eine unglaublich große Spinne entdeckt, die aus dem Kettenschutz des Fahrrades herrausklettert.

Vom Geld-Automaten zum Supermarkt fällt unserem Helden dann auf, dass die Straßen seltsam leer sind. Und er erinnert sich, daß die Müllmänner nicht da waren und der Schlecker zu hatte. Und hatten die Kollegen auf der Arbeit nicht irgendwas über einen Feiertag erzählt?

Aber so nah am Supermarkt, muss man sich selbst bestrafen und noch einmal kurz das verschlossene Tor betrachten, bevor man wieder nach Hause fährt. Dort angekommen, staunt die Künstlerin nicht schlecht über den wahnsinnig schnellen Einkauf ihres Mitbewohners. Der erzählt Ihr von den fehlenden Müllmännern, geschlossenen Schlecker-Filialen und leeren Straßen...

Solche Verwirrungen betreffen aber nicht nur die oben genannten Personekreise. Als der Student eben beim Bäcker etwas Leckeres geholt hat, war da auch eine Dame mit Schlappen und unmodischem Trainingsanzug, die sich wunderte, dass es heute keine Bild-Zeitung gibt. Und eine Querstraße weiter hatte jemand die Mülltonnen rausgestellt.

So, der Student hat sich jetzt lange genug vor der grauen Theorie gedrückt und wünscht seinen Lesern einen schönen Feiertag.

Heimatkunde

Am Dienstag unterhalten sich zwei Studentinnen über den Streik bei der Bahn. Sie sind etwas aufgebracht, dass in NRW heute nicht gestreikt wird, da sie dann doch zur Uni zu Ihrer Vorlesung müssen: "Du glaubst doch nicht im ernst, dass ich zur Uni fahre, wenn ich eine gute Ausrede (Streik) habe."

Dann überlegen Sie, wer denn heute eventuell nicht zur Vorlesung kommen muss:

"Es wird ja nur in NRW nicht gestreikt", sagt die eine.

"Wenn also jemand nicht aus NRW kommt, also zum Beispiel aus Münster," erwidert die andere, "dann braucht er heute nicht zu kommen."

Geschwister und Teilen

Gestern durfte ich mit einem Geschwisterpärchen zusammen in der Bahn fahren. Die beiden Mädchen waren um die 6 Jahre alt und gehörten zu drei ökologisch angehauchten Frauen, von denen eine die Mutter darstellte.

Nachdem man mir mal erklärt hat, dass Einzelkinder nicht teilen könnten und ich dummerweise ein Einzelkind bin, habe ich die Kinder gespannt beim Teilen beobachtet:

1. Akt: Der Sitzplatz

Wenn sich 3 Erwachsene und 2 Kinder auf 4 Sitzplätze verteilen müssen, wird es eng. Und so kam es das ein Kind saß (K1) und eines nicht (K2). K2 hüpfte rum und machte faxen, was dazu führte, dass K1 in Tränen ausbrach weil es nicht auf stehen durfte.

Die Frauen griffen ein, und namen K1 auf den Schoß und befahlen K2 sich auf den freien Platz zu setzen. K1 wollte aber nicht auf dem Schoß, sondern wie K2 auf dem Sitz sitzen. Also weinte es wieder.

2. Akt: Trinken

Nachdem endlich beide Kinder auf einem Sitz saßen, bekam K1 etwas zu trinken um die Tränendrüsen nachzufüllen. Da K2 auch trinken wollte und es nur eine Flasche gab, fing es natürlich an zu weinen. Also bekam K2 die Flasch, was umgehend zu Tränen bei K1 führte. Also wieder zu K1 mit der Flasche, damit K2 plärren kann.

Das ganze ging 5 Mal hin und her, bis beide endlich keinen Durst mehr hatten.

3. Akt: Das Püpchen

Was mit einer Flasche funktioniert, geht so ähnlich auch mit einem Püppchen. 4 mal Weinen, 4 mal wechselt die Puppe ihre kleine Besitzerin.

Dann geschah ein Wunder! Nach 5 Minuten wechselseitigem Plärren, war es auch den Ökotanten zuviel und die Mutter versuchte es mit etwas autoritärer Erziehung, in dem sie das gerade weinende Kind (K2) auffordenten endlich aufzuhören und mit etwas anderem zu spielen.

4. Akt: Gewalt

Die plötzliche autoritäre Stimmlage erzeugte noch mehr Tränen bei K2 und die Mutter ging wieder zu ihrer alten Strategie über, in dem sie die Puppe von K1 zu K2 beförderten. K2 hörte auf zu weinen und bedankte sich bei K1 mit einem Fußtritt. Das da natürlich K1 wieder los plärrte, erklärt sich von selbst.

5. Akt: Routine

Das Püppchen wurde im Laufe der Bahnfahrt gegen einige andere Spielzeuge ausgetauscht, aber das Grundprinzip blieb erhalten:

1. Jeweils ein Kind weint, weil das andere etwas hat, was es nur einmal gibt.
2. Die Mutter gibt den gerade aktuellen Gegenstand an das gerade weinende Kind.

Dazwischen gab es noch ein paar Tritte und Schläge.

Abgesehen davon, dass die Mutter den jeweils begehrten Gegenstand vom nicht-weinenden zum weinenden Kind weitergab, ignorierten die 3 Erwachsenen die Kinder und unterhielten sich angeregt.

Fazit: Vielleicht ist es doch gut, dass mir ein Geschwisterlein erspart wurde...

Mit Bacon?

Die Tage war ich endlich mal wieder beim Burger-Brater. Und wer zum Burger-Brater geht um dort etwas zu essen, der wird mit vielen Fragen konfrontiert:

* Käse?
* Bacon?
* Maxi?
* Cola?
* Ketchup?
* Mitnehmen?

Gestern hatten zwei Glatzen viel Spaß mit der Frage "Bacon?", die sie irgendwie mit der Cola in Verbindung brachten:

Burger-Verkäufer: "Bacon?"

Glatze-1: "Zur Cola?"

Glatze-2: "Ist ja widerlich."

Glatze-1: "Ach, wenn man sich dran gewöhnt hat."

Na dann mal Prost! Cola mit Schinkengeschmack wäre ja mal was Neues. Erwähnenswert ist auch, dass der Burger-Verkäufer sein Touchscreen mit solcher Wucht bediente, dass die ganze Kasse wackelte.

Von der Stange

Seit einigen Jahren werkel ich nun an jerakeen.de herum und schaffe es einfach nicht, noch weitere Funktionalitäten zu programmiere, in der Hauptsache eine vernünftige Administrations-Oberfläche. Desweiteren geht mir der Gästebuch- und Kommentar-Spam auf die Nerven. Zwar funktionieren meine Filter gut, aber mittlerweile gibt es mehr 100 Angriffe pro Tag und mir fehlt eine Möglichkeit die im Filter hängengebliebenen vernünftig und schnell zu untersuchen.

Also habe ich beschlossen meine eigenes Programm gegen eine Standardlösung auszutauschen. Dabei handelt es sich um Wordpress, welches ab sofort auf merkseite.de seinen dienst versehen wird. Die Administration ist auf jeden Fall ein Kinderspiel, nur der Import meiner Chronik gestaltete sich etwas schwierig und ich muss noch die Kommentare übertragen.

Jerakeen.de wird erstmal eingefroren und es wird hier eine zeitlang keine Neuigkeiten mehr geben. Alle Abonomenten des RSS-Feeds sollten die folgende Adresse in ihre RSS-Reader eintragen: http://www.merkseite.de/?feed=rss2

Mal schaun, vielleicht gibt es ja jetzt wieder öfter neue Inhalte... 8-)

Schmalhirn erklärt Widescreen

Als ich mir die Tage mal die Auswahl an TFT-Monitoren bei einem Elektronik-Discounter anschaute, durfte ich folgendes Beratungsgespräch belauschen.

Ein Mann schaute sich mit seiner Tochter ebenfalls die Monitore an. Töchterlein wollte so einen hübschen breiten Monitor haben und Papa geht zu einem Verkäufer:

"Kann den Windows XP mit dem breiten Monitor umgehen?", fragte er den Verkäufer.

"Nur wenn Sie Filme schauen, bei Word und allen anderen Programmen bleiben links und rechts schwarze Balken.", lautet die prompte Antwort. Und um es noch einmal klar zu machen setzt er noch nach: "So ein Monitor macht mit Windows XP keinen Sinn, das nutzt den Schirm nicht aus."

Der Vater will der Tochter zu liebe wohl nicht aufgeben und fragt: "Aber mit Windows Vista geht es dann, oder?"

"Ja", antwortet der Verkäufer, "Vista hat dann diesen Balken mit der Uhr an der Seite und nutzt den Schirm damit aus!"

Das war der Punkt an dem ich die Hände über dem Kopf zusammenschlug und kopschüttelnd aus dem Laden rannte. Vermutlich hätte ich mich einmischen und erwähnen sollen, dass es vielleicht an der Grafikkarte und deren Treibern liegen könnte, aber ich hatte keinen Nerv mich nicht mit dem Verkaufspersonal anzulegen.

Die schönste Aussage war ja die am Anfang: Bei Filmen kann XP den breiten Monitor ausnutzen, aber nicht mit Word...

Bewusstloser Quizmaster

Gerade las jemand in der Bahn die Fragen eines Quizspiels und die möglichen Antworten vor und versuchte sich dann mit der Lösung. Hier kommt mein Favorit:

"Wo sitzt das Bewusstsein? Gehirn, Bauch oder Herz?", las der Quizmaster laut vor.

Nach kurzem Grübeln kam die Antwort: "Das Bewusstsein sitzt doch im Bauch, oder?"

Dann schaute er sich die Lösung an und sagte ganz erstaunt: "Im Gehirn?! Ach stimmt ja, im Bauch sind ja die Gefühle!"

Daneben hat er auch nicht gewusst, dass es "Tim Taler" war, der sein Lachen verkauft hat. Der Quizmaster entschied sich bei dieser Frage für die Lösung "Knut".

Da waren es nur noch drei…

Vor etwa einem Jahr, starb die Festplatte in meinem iBook. Nach einer längeren Operation, in der ich mit wahnsinnig vielen Schrauben unterschiedlichster Ausprägung in Kontakt kam, hatte ich es geschafft eine neue Platte einzubauen. Dafür musste ich nur das gesamte Notebook auseinander nehmen.

Ein Jahr später hat sich einiges geändert: Dank ebay habe ich jetzt ein MacBook und im Vergleich zum iBook habe ich jetzt doppelt so viele Prozessoren, die mit doppelter Taktfrequenz und doppelter Busbreite vor sich hin werkeln. Erfreulicherweise hat sich die Zahl der Schrauben beim Festplattenwechsel nicht verdoppelt. Jetzt sind nur noch drei Kreuzschlitzschrauben notwendig um die Platte aus dem Gerät zu enthnehmen. Danach folgen noch 4 Torx-Schrauben für den Einbaurahmen, die ich hier mal unter den Tisch fallen lasse. Das ganze dauert keine 5 Minuten und es gibt auch eine Anleitung.

Und warum das ganze? War die alte Platte etwa schon wieder kaputt? Nein, es war wohl eher die Gier nach mehr Plattenplatz. Schliesslich wollte ich nach lange Jahren jetzt mal wieder ein Linux installieren und Vista natürlich auch. Aber dazu später mehr…

Kleine Fusion II

Nach dem ich ja vor einiger Zeit Palm und Mobiltelefon gegen ein Nokia e61 ersetzt habe, hat das neue “Schlau-Telefon” nun auch meine Musikmaschine, einen iPod der 4. Generation, ersetzt.

Das ganze zog sich etwas hin, da Nokia leider keine besonders gute Software schreiben kann, und es erst in der 3. Version geschafft hat einen Fehler im Musik-Player zu beheben. Der Fehler drückte sich dadurch aus, dass sich zwischen zwei Stücken der Klang deutlich verschlechterte. Erst durch kurzzeitiges verändern der Lautstärke, kam dann auch der Klang wieder. Also musste man immer wenn ein neues Lied anfing einmal kurz die Lautstärke verändern, damit der Musikgenuss nicht zu sehr leidet.

Das Nokia es nicht so mit Software hat, zeigte sich auch beim Aktualisieren der Firmware des Telefons. Nokia bietet dafür eine Software an, damit man das ganze bequem zu Hause machen kann. Klingt gut, funktionierte aber bei mir nicht. Und so musste ich zum Nokia-Service-Point, wo man mir mitteilte, dass mein Handy eingeschickt werden müsste. Nach 1 1/2 Wochen ohne Telefon, bekam ich dann am Montag ein neues Ersatzgerät mit neuer Firmware und bin gar nicht mehr so böse, dass es eingeschickt werden musste. Happy

Ohne den nervigen Klang-Bug, kann ich jetzt mit dem Telefon fasst genauso bequem Musik hören, wie mit dem iPod. Das ist hauptsächlich dem Programm SyncTunes zu verdanken, mit dem sich beliebige iTunes-Wiedergabelisten und Pod-Casts auf externe Speichermedien, also mein per USB angeschlossenes Handy, synchronisieren lassen. Dazu kommt dann noch der Nokia AD-46, ein Audioadapter an den sich normale Kopfhörer mit 3,5 mm Klinkenstecker anschliessen lassen und über den man auch telefonieren kann.

Alles zusammen ergibt für mich, dass ich anstatt Telefon, Palm und Musik-Spieler nur noch ein Gerät brauche.

Romantischer Stein

Als wir auf dem Weg zur Westfalenhalle waren, setzte sich ein junger, recht angetrunkener Herr zu uns. Er brauchte wohl jemandem zum reden und erzählte uns, dass er gerade den Regisseur des Dortmunder Theaters getroffen hätte und der hätte ihm von seinem aktuellen Stück erzählt.

In diesem Stück wird in einer Szene eine junge Frau erschossen und der Angetrunkene hat den Regisseur gefragt, ob er nicht die tödliche Kugel oder einen Stein in dieser Szene spielen könnte. Der Regisseur war leider nicht einverstanden und deshalb durften wir uns jetzt die Vision des Steins anhören.

Der Angetrunkene sah selber ein, dass das mit der Kugel nicht klappt und hat sich deshalb für den Stein entschieden. Als Stein, so meint er, müsse man ihn doch nehmen, denn schliesslich müsse er ja nur am Rand der Bühne rumliegen. Vielleicht könnte er ja, wenn der Schuss auf die junge Frau abgegeben wurde, kurz aufspringen, die Kugel ablenken und die junge Frau so retten. “Wäre doch voll romantisch für eine Stein, oder?”, fragte er uns mit großen glasigen Augen.

Wir nickten vorsichtig, aus Angst ihn zu sehr zu ermutigen. Aber als seine Station kam, beschloss er uns noch mit einem anderen Thema zu beglücken: “Zu Hause gehe ich jetzt erst mal ins Internet.”, eröffnete er uns und erklärte weiter, “Ich bin nämlich ein Porno-Freak.”

Das war mehr als wir wissen wollten, erklärte aber eventuell, warum er unter seiner Jacke nichts weiter trug. Und wo er nun bei seinem Thema war, konnte er auch nicht aufhören. Er erzählte uns, das er ja Frauen mit großen Brüsten am liebsten hätte, oder reife Frauen. “Zum Beispiel die Frau dahinten.“, meinte er zu uns, “Sie weiß es nicht, aber sie wäre genau mein Typ.”

Wir wollten uns nichts umdrehen und waren froh, als der romantische Stein, der Pornofilme mit alten Frauen mit großen Brüsten mag, ausstieg.

Merkseite online

Seit einiger Zeit werkel ich nun schon an einer neuen Oberfläche für meine Webseite und jetzt m?chte ich mein halbfertiges Produkt der breiten Öffentlichkeit präsentieren: merkseite.de

jerakeen.de bleibt aber weiter bestehen und bietet dieselben Inhalte wie merkseite.de, da beide Seiten denselben organisch gewachsenen und hochoptimalen Quellcode benutzen. Natürlich sollen neben dem tollen Design auch mal neue tolle Inhalte folgen.

Schaun wir mal. Happy

Ironie … Sechs

Es gibt junge Menschen, die haben so Ihre Schwierigkeiten mit unserem Bildungssystem und der Bildung an sich. Ein Exemplar fuhr heute mit mir in der Straßenbahn und jammerte darüber, wie unfair ihn sein Chemielehrer beim letzten Zeugnis benotet hätte:

“Äh, da melde isch misch immer drei Mal inner Stunde. Und äh, isch sitze inner ersten Reihe. Und vor den Ferien sacht der (Lehrer) noch isch wäre einer der Besten inner ganzen Klasse. Und was gibt der Arsch mir? Eine Sechs+.”

An dieser Stelle könnte man vielleicht Mitleid bekommen und denken, dass der Chemielehrer vielleicht etwas unfair gehandelt hat. Aber dann gab das Exemplar mit seinen Noten an:

“Äh, is doch gar nichts, isch hatte 6 Fünfen auf ‘m letzten Zeugnis.”

Bestandsaufnahme: 1 Sech+ und 6 Fünfen. Es ist nur eine Theorie, aber ich fürchte da hat jemand noch nicht das Konzept der Ironie verstanden und, dass man den Chemielehrer nicht immer wörtlich nehmen darf, wenn der sagt: “Du bist einer der Besten in der ganzen Klasse!”.

Herdentrieb

Neulich im U-Bahnhof, stiegen eine Putzfrau mit Utensilienwagen und 4 Rentner in einen Aufzug. Es war recht eng und besonders der letzte Rentner musste sich besonders d?nn machen, damit die Türe noch zu gehen kann.

Aber die Tür ging nicht zu. Die 5 Personen im Fahrstuhl blieben regungslos stehen. Der Fahrstuhl auch.

Etwas später fing dann die Diskussion an, dass der letzte Rentner wohl die Tür blockiert und alle machten sich noch dünner und rückten noch enger zusammen.

Nichts passierte. Also nahm ich mir ein Herz, ging zum Fahrstuhl und wies die Damen und Herren darauf hin, dass draußen am Fahrstuhl die “Ausser Betrieb”-Lampe leuchtete. Wer jetzt denkt, dass alle sofort den Fahrstuhl verlassen hätten, liegt falsch.

Der letzte Renter tat nach meinem Hinweis einen Schritt zurück, sah die Warnlampe, sagte “Ah, ausser Betrieb dat scheiss Ding”, und ging zur Treppe. Die anderen verharrten aber voller Hoffnung im Fahrstuhl.

Erst als die Putzfrau mit ihrem Utensilienwagen alle nach draußen drängte, sahen auch die letzten Treppenverweigerer ein, dass es keinen Zweck hat und eine ältere Dame zeterte: “Ich hab aber keine Lust Treppen zu steigen…”

... des laufenden Wahnsinns