Chronik ...

2004

Vorstellungskraft

Es gibt Dinge im Leben, die sich nicht leicht beschreiben lassen. So zum Beispiel wieviel ein grösserer Gewichtsverlust nun ausmacht. Aber zum Glück hat letztens eine Frau in der S-Bahn die ultimative Vorstellung für Ihre verlorenen 30 Kilo gefunden.

“Da habe ich 30 Kilo abgenommen. 30 Kilo! Das musst Du Dir mal in Hackfleisch vorstellen!”

Ja, genau solche Sachen möchte man sich vielleicht nicht vorstellen…

Amerika gegen Bush

Wärend der Rest der Welt es einfach nicht versteht, scheint es einigen Amerikanern (ungefähr 49%) doch wirklich peinlich zu sein, dass die Hälfte ihres Landes den Herrn Busch wieder gewählt hat. Manchen ist es sogar nicht nur peinlich, sie suchen auch gleich nach einer Alternative zu ihrem aktuellen Wohnsitz.

Wem die Links bis hierhin gefallen haben, der sollte sich den folgenden Spiegel-Artikel angucken.

Energie trifft Wasser



Die Welt ist voller verrückter Menschen und einem besonders verrücktem Exemplar durfte ich am Montag zuhören.

Das Exemplar war ein freundlicher Herr, der uns das Unperfekthaus zeigte, einem Haus in dem Kreative Ihre Projekte durchführen und der Öffentlichkeit vorzustellen können. Der Herr gehörte auch zu den Kreativen und wollte eine Wellness-Schule aufbauen. Bis dahin war noch alles halbwegs normal…

Nicht mehr ganz so normal war eine grosse Kiste, die angeblich so gestaltet war, dass sie positive Energie speichert und an die Person abgibt, die in der Kiste sitzt. Neben dieser Kiste gab es auch noch etwas Ei-förmiges. In dem Ei waren zwei Säcke mit Sand, auf die man sich setzen konnte. Der Sand kam aus einer Gegend an der positive Energie aus dem Erdinnern an die Oberfläche tritt.

Der Herr erklärte uns, dass er etwas Wasser für einige Tage in das Ei gestellt hätte und das dieses Wasser nachher so voller Energie gewesen sei, dass er beim trinken “geschwitzt hätte ohne zu transpirieren”.

Es ist wirklich sehr schwierig sich so etwas anzuhören ohne gleich laut zu lachen!

Mehr Spaß im Leben

Das Leben kann einem soviel Freude bereiten, wenn man nur die richtige Einstellung hat. Das zeigte mir sehr eindrucksvoll ein älterer Herr, der es verstand sich an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen.

Seine Bühne war eine kleine Bäckerei in einem U-Bahnhof. Er saß dort im Zuschauerraum, trank seinen Kaffee und beobachtete wie hinter der Theke eine Bäckereifachangestellte ihrer Arbeit nachging. Das ganze war zunächst nicht sehr spannend, bis es zu einer, für den älteren Herrn urkomischen, Begebenheit kam.

Die Bäckereifachangestellte nam einen Stapel Teller von der Theke und bewegte sich damit auf eine Spüle zu. Just in dem moment als sie, mit dem Stapel in der Hand, der Theke den Rücken zugekehrte, kam ein junger Mann um die Ecke, ging zur Theke und sprach die Bäckereifachangestellte an. Diese drehte sich um, brachte die Teller in eine gefährliche Schieflage und konnte es nicht verhindern das ein Teller vom Stapel herrunterrutschte und am Boden zerschellte.

Was bis jetzt vermutlich für niemanden besonders lustig gewesen wäre, trieb dem älteren Herrn fast die Tränen in die Augen wärend er in ein lautes, hässliches und nicht mehr enden wollendes Gekicher verfiel.

Einmal durch die Hölle und zurück

Held der Videospiele

Eben in der Bahn saß ein Junge mit seiner Mutter. Er spielte irgendein tragbares Videospiel und er schien recht gut zu sein, denn er meinte zu seiner Mutter: “Weißt Du warum ich so schnell spiele?”

“Nein.”, antwortete die Mutter und klang nur mässig interessiert.

Aber der junge läßt sich nicht beirren und antwortet ganz stolz: “Weil ich so schnelle Hände habe!”

Überflüssig zu erwähnen, dass der Junge eher dick war und vielleicht auch einmal andere Körperteile als seine Hände trainieren sollte.

Online

Die schreckliche Zeit ohne Netz ist vorbei und seit Montag bin ich wieder online. Aber beginnen wir lieber am Anfang der Geschichte…

Nachdem letzten Dienstag das Modem seinen Geist aufgegeben hatte, war ich natürlich schwer frustriert und machte mich auf die Suche nach einem vernünftigen Ersatz. Das ist gar nicht so einfach, denn ein DSL-Modem mit LAN-Anschluß bekommt man nicht so einfach und eines mit USB-Anschluß hilft nicht, wenn man mit mehreren Rechnern im Netz sein möchte. Auch die Preise für ein DSL-Modem mit LAN-Anschluß waren nicht sehr überzeugend.

Also machte es Sinn über einen neuen WLAN-Router mit integriertem Modem nachzudenken. Damit hat man dann zwei Geräte in einem, womit eine Steckdose frei wird und ein Kabel zwischen Modem und Router wegfällt.

So weit so gut! Jetzt stellte sich nur noch die Frage welches Gerät man nimmt. Die Suche nach einem WLAN-Router ohne Modem hatte mich bei der großen Auswahl an Geräten schon wahnsinnig gemacht und führte mich zu dem Netgear WGR614. Das Gerät ist genial und da ich dieses Mal nicht lange suchen wollte, habe ich mich für den Netgear DG834GB als Ersatz für mein kaputtes Modem und den Router entschieden.

Bei Saturn kostet das Gerät aber unverschämte 169 Euro, während es bei Reichelt nur 110 Euro sind. Die kleinen Computerläden führen Netgear nicht und ein Verkäufer konnte mir auch eine echte Horrorgeschichte erzählen, als ihn auf Netgear ansprach:

“Netgear?! Ein Bekannter hat das Teil bei Saturn gekauft und sofort wieder zurück gebracht. Da muß nur mal jemand zwischen Router und Notebook stehen und schon hat man keinen Empfang mehr.”

Wie auch immer. Ich habe mir den Router bei Reichelt bestellt und am Montag kam er an. Die Geschichte könnte hier Enden, aber ich nachdem die Installation einfach viel zu glatt ging, konnte ich nicht widerstehen und versuchte die Software des Routers zu aktualisieren. Dabei zeigt sich wieder, daß man Hinweise in roter fetter Schrift vielleicht doch lesen sollte. Dann hätte ich nämlich gelesen, daß man das Update in Deutschland lieber nicht aufspielen soll…

Es ist gut ausgegangen, da mein Notebook ein integriertes Modem hat und ich die alte Software so wieder runterladen und aufspielen konnte. Nur sollte ich ab und zu den Spruch “Never touch a running system!” etwas mehr beherzigen.

Aber alles ist wieder gut und ich bin wieder online.

Offline

Am Anfang war ich nicht oft online, sondern nur ein- oder zweimal täglich, wenn ich mir News und Mails bei meinen Mailboxen Nadeshda, World of Magic und OS/2 BBS abgeholt habe. So etwas nannte man pollen, Netcall oder so und es dauerte höchstens ein paar Minuten. Dann kam das Internet und ich war viel öfter und länger im Netz. Nach Compuserve, AOL, Compuserve und dem RP Online Club kam endlich die erste Flatrate (mit ISDN) bei NGI.

Das war im Herbst 1999 und von da an war ich zum ersten mal mehr oder weniger dauerhaft online. Das hiel fast ein Jahr, denn haben alle Provider gemerkt, daß die Leute viel zu lange online sind und sich eine Flatrate per ISDN oder Analog nicht lohnt. Bei NGI bedeutete das konkrekt, daß der Zugang einen Monat vor dem Ende meines Vertrags abgeschaltet wurde.

Die Lösung war DSL, denn hier mussten die Provider nicht mehr für die Zeit bezahlen, die man online war, sondern nur noch für das übertragene Datenvolumen. Die Telekom hatte aber enorme Probleme, was die Verfügbarkeit von DSL-Geräten betraf und so war ich noch einmal für 11 Monate und 11 Tage gezwungen nur sporadisch online zu sein.

Ab dem Herbst 2001 hatte ich aber dann endlich wieder eine Flatrate und konnte dauerhaft im Netz umher irren.

Bis letzten Dienstag! Das habe ich den Fehler gemacht die Verkabelung an meinem Schreibtisch aufzuräumen und dabei den Stromstecker des DSL-Modems auszustecken und etwas später wieder einzustecken. Seit dem geht kein Lämpchen mehr an und das Modem gibt seltsame tickende Geräusche von sich. Noch bin relativ ruhig, da ich auf an der Uni mit meinem Notebook per WLAN online sein kann und auf der Arbeit zumindest auf das Web zugreifen kann. Aber ich habe schon etwas Angst vor dem Wochenende und hoffe das der bestellte Router mit integriertem Modem noch rechtzeitig kommt…

Familienzuwachs

Zu meiner Ausstattung hat sich ein kleiner weisser Klapprechner gesellt. Die Rückseite des Deckels ziert ein weisser Apfel und das Gerät hört auf den Namen iBook G4. Damit bleibe ich dem Nischen der Computer-Welt treu und nach OS/2 und Linux bin ich jetzt bei Mac OS X angekommen.

Technisch gesehen handelt es sich um ein 14″ Notebook mit 640 MB Speicher, einem G4-Prozessor mit 933 Mhz und einer Airport-Extreme-Karte (andere Firmen nennen es einfach WLAN). Das Gerät ist schlicht, schlank und mit 2,7 kg auch nicht zu schwer. Der Akku hält 4-5 Stunden wenn man die CPU und Laufwerke nicht zu sehr fordert. Die Geräuschentwicklung ist praktisch nicht wahrnehmbar die Festplatte knarzt manchmal ganz leise und den Lüfter habe ich in den 3 Wochen nur einmal richtig gehört. Einzig das CD-Laufwerk kann manchmal recht laut werden.

Die Bedienung macht Spaß und man merkt das sich ein paar Leute Gedanken darüber gemacht haben, wie man einen Rechner benutzerfreundlich gestalten kann. Die einzige Hürde war bis jetzt die installation von GIMP aber das schaffe ich auch noch. Die mitgelieferte Software sieht auch sehr ordentlich aus. Besonders iTunes und iPhoto haben es mir angetan.

Ein Vorteil des Kleinen ist, dass ich mich jetzt auch fernab von zu Hause um meine Seite kümmern kann. Das erste kleine Redesign wird in ein paar Tagen zu sehen sein. Danach kommt dann auch etwas mehr Inhalt. Versprochen…

Kosenamen

Es ist durchaus bemerkenswert welche Bezeichnungen einige Personen von ihren Freunden bekommen. Als ich letztens in der Bahn fuhr erzählte jemand, daß er am Tag zuvor etwas mit “Bräuni” und “Schüppi” unternommen hätte. Natürlich konnte ich nicht anders als darüber nachzudenken, wie die beiden Geschöpfe wohl zu ihren undankbaren Namen gekommen sind und wie sie wohl aussehen:

Bräuni: Hat bestimmte dunkle Haut, aber vermutlich nicht von Natur, sonst wäre die Bezeichnung “Bräuni” nicht politisch koerrekt. Also wird wohl eher der übermässige Besuch im Sonnenstudio an der dunklen, rissigen Haut schuld sein.

Schüppi: Natürlich könnte Schüppi irgendwie von Schaufeln oder Schippe kommen, aber irgendwie vermute ich genau wie bei “Bräuni” ein körperliches Merkmal: Schuppen, und davon vermutlich einige!

Bitte nicht verlieren!

Dies ist ein Aufruf an den jenigen, der heute seinen angetrunkenen Freund (kurz AF) irgendwo hat stehen lassen, so dass dieser alleine mit S-Bahn nach Hause fahren musste.

Mach das nie wieder!

Wir sind auch in dieser Bahn gefahren und diese Realsatire war einfach unglaublich:

(Ein furchtbarer Klingelton erschallt in der Bahn … AF betritt die Bühne und telefoniert)

AF: Eh, wieso hasse mich den stehen lassen…

AF: Ich bin hier in Duisburg oder so…

AF: Nach Essen?

AF: Ich glaub ich fahre auch nach Essen

AF (an die anderen Fahrgäste): Fahren wir nach Essen?

AF (wieder zum Telefon): Soll ich hier aussteigen?

AF: Essen?

AF: Ich kann auch hier aussteigen

AF: Ok, dann warte ich in Essen.

(AF legt auf und wendet sich an einen anderen Fahrgast (FG))

AF: Jetzt kommt Essen?

(FG reagiert nicht … ein älterer Herr springt ein (ÄH), aber AF spricht immer noch mit FG)

ÄH: Nein, jetzt kommt Styrum, Mühlheim HBF, Frohnhausem, Essen-West und dann Essen HBF.

AF: Essen HBF?

ÄH: Nein, jetzt kommt Styrum, Mühlheim HBF, Frohnhausem, Essen-West und dann Essen HBF.

AF: Der Zug fährt aber nach Essen HBF?

FG: Ja, ich denke schon.

(AF führt einen längeren Monolog über die Eta, Anschläge auf Züge und das man es halt nie weiss. Dann wendet er sich wieder an FG)

AF: Wo kommste her, wo willste hin?

FG: Mühlheim und ich steige gleich aus.

AF: Wie, Du kommst aus Mühlheim und steigst da aus?

(Verwirrt zieht AF von statten aber bevor er die Bühne verlässt noch ene Kommentar zu einem Mann mit einem grossen roten Koffer)

AF: Na, das ist mal ein grosser roter Koffer.

Juristen erklären das Internet

Den meisten war es vermutlich schon immer bewusst, aber hier gibt es den Beweis das Juristen eine ganz andere Sicht der Dinge habe.

Auf das Ihr alle fleissig dichtet!

Die Chefs und der Mörder

Du bist Dichter, gewiss!
Seid vielleicht auch lutschen!
Was lutschen die Dichter?
Mörder!?
So schwer
und so flau
seid die Chefs.

Gedicht Nummer 767926

Entstanden mit Hilfe des Poetron 4G

... des laufenden Wahnsinns