Chronik ...

Täglicher Terror und Heldensaga

Nichts scheint schlimmer zu sein als einen Sohn zu haben. Zumindest ein bestimmer Sohn in der Umgebung von Düsseldorf, über den sich seine Mutter in der S-Bahn bei einer anderen Frau beklagte, scheint der Teufel zu sein. O-Ton:

* "Er duscht morgens von viertel vor sieben bis viertel nach sieben - eine HALBE Stunde - lang, so daß ich mir unter der Dusche die Zähne putzen muss."
* "Er trägt Hosen nur einen Tag, nimmt jeweils morgens und abends ein neues T-Shirt und beschwert sich auch noch ich würde nicht genug waschen."
* "Und wenn er aus der Dusche kommt geht er auf sein Zimmer und hört Musik! Musik! Das muss man sich mal vorstellen! Er hört morgens Musik!"

Und als hätten mich diese Fakten nicht schon genug erschüttert erlangte eine Gruppe Prolls durch den folgenden Ausspruch meine Aufmerksamkeit:

"Also ich habs ja schon immer gesagt, wenn man einen Türken verbrennt bleibt nicht anderes übrig als [unverständlich] und ein Klappmesser!"

Dieser Auspruch kam von einem Vokuhila mit Rotzbremse und führte dazu, daß sich eine junge türkische Frau in Reichweite sichtlich unwohl fühlte. Aber der Vokuhila sollte sich noch als wahrer Held entpuppen!

Den er war Bodyguard! Er war schon auf Onkelz-Konzerten und hat schon so manches Messer in seinem Körper stecken gehabt. Vollkommen gebannt lauschten seine beiden Kollegen (und ich) besonders dieser Heldentat:

Vokuhila: "Weisste noch vor zwei Jahren als Joe Cocker hier war?"

Kollege: "Ja?"

V.: "Da war ich auch dabei und hab mir ein Messer eingefangen, als ein Bekloppter Joe Cocker angreifen wollte!"

K.: "Und? Habt Ihr den bekommen."

V.: "Klar den hab ich erwischt! Mit dem Messer in der Rippe!"

K.: "Dann war das also keine schlimme Verletzung?"

V.: "Von wegen! Danach war ich 6 Wochen im Krankenhaus!"

Dann kam die Bahn in Düsseldorf HBF an und ich musste leider aussteigen...

... des laufenden Wahnsinns