Chronik ...

Sommer, die dunkle Jahreszeit

Vor einiger Zeit habe ich ja schon einmal berichtet, dass sich manche Gewohnheiten schwer ablegen lassen. Heute durfte ich dann aber einem anderen sehr hartnäckigen Fall beobachten.

Das ganze spielte sich in einem Treppenhaus ab, bei dem eine Seite komplett aus Glas besteht und zu der fraglichen Zeit schien die Sonne auf die gesamte Glasfront. Meine Reise ging von der 3. Etage zum Erdgeschoss und um es noch einmal zu betonen, es war schon sehr hell und definitiv zu warm.

In der 2. Etage betrat das Gewohnheitstier die Bildfläche, also das Treppenhaus, schaltete das Licht an und ging vor mir die Treppe runter. Im Erdgeschoss angekommen, schaltete es beim verlassen das Licht reflexartig wieder aus. Da ich zwischen Licht an und Licht aus bei der gerade aktuellen Witterung keinen Unterschied ausmachen konnte, machte ich mir natürlich wieder so meine Gedanken…

… ist bei der fraglichen Person der Bewegungsablauf so fest einprogrammiert, dass sie immer einen Lichtschalter benutzen muss, sobald einer in Reichweite ist?

… handelt es sich um einen Sicherheitsfanatiker, der Angst hat, die Sonne könnte sich in den 10 Sekunden im Treppenhaus verdunkeln und er stolpert über die Stufen?

… war es gar keine Gewohnheit, sondern die Person kann einfach nicht gut gucken und braucht jedes Quäntchen Licht, welches sich auftreiben lässt?

Die Antwort werde ich wohl nie bekommen, aber etwas seltsam fand ich es schon.

... des laufenden Wahnsinns